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Topspieler kritisieren French Open bezüglich Umsatzbeteiligung

Die French Open setzen immer mehr Geld um - die Beteiligung der Spielerinnen und Spieler allerdings scheint zu sinken. 

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 04.05.2026, 07:43 Uhr

© Getty Images

Erst vor wenigen Tagen vermeldeten die French Open ein neues Rekordpreisgeld (wie jedes Majorturnier es mittlerweile tut) für dieses Jahr - 61,7 Millionen Euro werden in der Auflage 2026 an die Akteure verteilt. Das entspricht einer Steigerung von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nun allerdings gibt es Beschwerden seitens der Profis - konkret von Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Alexander Zverev, Taylor Fritz, Casper Ruud, Daniil Medvedev, Andrey Rublev, Stefanos Tsitsipas, Alex de Minaur, Aryna Sabalenka, Coco Gauff, Iga Swiatek, Jessica Pegula, Madison Keys, Jasmine Paolini, Emma Navarro, Qinwen Zheng, Paula Badosa und Amanda Anisimova. In einem gemeinsamen Brief beschweren sich die insgesamt 20 Spielerinnen und Spieler, dass der Anteil der Teilnahmenden an den Einnahmen des Turniers von 15,5 % im Jahr 2024 auf voraussichtlich 14,9 % im Jahr 2026 sinken werde. Das berichtet die Seite tennismajors.com. 

Demnach habe man in Roland-Garros im Jahr 2025 rund 395 Millionen Euro an Einnahmen gehabt und damit 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor - dennoch sei das Preisgeld nur um 5,4 Prozent angehoben worden. Für 2026 würden mehr als 400 Millionen Euro an Einnahmen angepeilt, der Anteil für die Spieler aber wohl weniger als 15 Prozent betragen. Dabei wolle man die Beteiligung an den Grand-Slams wie an der ATP- und WTA-Tour in Richtung 22 Prozent bewegen. “Während Roland-Garros auf Rekordumsätze zusteuert, erhalten die Spieler einen immer geringeren Anteil an dem Wert, zu dessen Schaffung sie beitragen”, so heißt es. 

Das ist nicht alles. “Während andere große internationale Sportarten ihre Führungsstrukturen modernisieren, die Interessen der Beteiligten aufeinander abstimmen und langfristigen Wert schaffen, zeigen sich die Grand-Slam-Turniere weiterhin resistent gegenüber Veränderungen. Die fehlende Einbeziehung der Spieler sowie die anhaltende Unterfinanzierung der Unterstützung für die Spieler spiegeln ein System wider, das die Interessen derjenigen, die für den Erfolg des Sports von zentraler Bedeutung sind, nicht angemessen vertritt.”

Noch vor dem Beginn der French Open (25. Mai) soll es zu einer Krisensitzung in Paris kommen.

von Florian Goosmann

Montag
04.05.2026, 13:19 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.05.2026, 07:43 Uhr