Sinner bedauert Alcaraz-Absage: "Der Tennissport braucht Carlos"
Carlos Alcaraz wird die French Open in Paris verletzungsbedingt verpassen - sehr zum Bedauern von Jannik Sinner.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
25.04.2026, 11:47 Uhr

Im Vorjahr lieferten sich Carlos Alcaraz und Jannik Sinner im Finale der French Open eines der besten Matches der Geschichte. Seit Freitag steht fest, dass es 2026 zu keiner Neuauflage des Endspiels kommen wird. Alcaraz musste seine Teilnahme am zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres aufgrund einer Handgelenksverletzung absagen.
Sinner, der aktuell in Madrid um seinen fünften 1000er-Triumph in Folge spielt, wurde unmittelbar nach seinem Zweitrundenderfolg über Benjamin Bonzi über die Absage des Spaniers unterrichtet. “Ich habe das nicht erwartet”, sagte der Südtiroler im Siegerinterview. “Das ist eine sehr traurige Nachricht.”
“Als Wettkämpfer will ich mich immer mit den Besten messen. Und Carlos ist auf diesem Belag zweifellos der beste Spieler”, sagte Sinner, der zuletzt im Endspiel von Monte-Carlo gegen Alcaraz erst zum zweiten Mal auf Sand gewonnen hatte. “Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung und hoffe, dass er für Wimbledon rechtzeitig fit wird.”
Alcaraz hat die Rasensaison im Blick
Dass er bei den French Open in Paris nun der große Favorit auf den Titel sei, bezeichnete Sinner in der anschließenden Pressekonferenz als nebensächlich. “Der Tennissport braucht Carlos. Die Stimmung ist viel besser, wenn er mitspielt - auch für mich ist es schöner, wenn er dabei ist", meinte der 24-Jährige,
Wann Alcaraz auf die Tour zurückkehren wird, ist offen. Laut der spanischen Sportzeitung “Marca” hat der Weltranglistenzweite die Rasensaison mit den Turnieren im Londoner Queen's Club (15. bis 21. Juni) und Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli) im Blick. “Ich finde es gut, dass er und sein Team sich die nötige Zeit nehmen", sagte Sinner. Durch Alcaraz' Auszeit wird der Italiener seine Führung in der Weltrangliste in den kommenden Wochen ausbauen.
