Heute vor 23 Jahren: Martina Hingis stößt Steffi Graf vom Thron

So jung hat vor und nach ihr keine Spielerin den Sprung an die Weltspitze geschafft: Martina Hingis eroberte am 31. März 1997 als gerade einmal 16-Jährige die Nummer eins, löste Steffi Graf ab.

von SID
zuletzt bearbeitet: 31.03.2020, 10:12 Uhr

Martina Hingis und Steffi Graf Mitte der 1990er-Jahre
© Getty Images
Martina Hingis und Steffi Graf Mitte der 1990er-Jahre

Der Tag der Wachablösung hatte sich angebahnt. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit war Steffi Graf abhanden gekommen. 1996 triumphierte sie noch in Roland Garros, Wimbledon und bei den US Open, in Flushing Meadows sogar ohne Satzverlust. Doch nach dem Jahreswechsel war plötzlich alles anders: Ihr Vater Peter wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das Knie schmerzte. Und eine Heranwachsende aus der Schweiz eilte von Sieg zu Sieg.

Als Martina Hingis am 31. März 1997 Steffi Graf vom Tennisthron stürzte, lag ihre letzte Niederlage schon Monate zurück. Beim WTA-Saisonfinale im Madison Square Garden von New York hatte sie gegen Graf im Finale in fünf Sätzen verloren. Danach gewann sie die Titel in Sydney, bei den Australian Open, in Tokio, Paris und Key Biscayne. Jünger als Hingis war bis heute keine Spielerin auf Platz eins der Weltrangliste, mit 16 Jahre und 182 Tagen standen ihr die Geschichtsbücher offen.

In Roland Garros schlägt Steffi Graf noch einmal zu

Tatsächlich dominierte Hingis nach Belieben, während Graf ihre Saison nach einer Knieoperation beendete. Hingis hakte die Niederlage im Finale der French Open ab, siegte als jüngste Spielerin seit mehr als 100 Jahren in Wimbledon und stürmte zum Triumph bei den US Open - ohne Satzverlust. 209 Wochen blieb sie an der Spitze der Weltrangliste. Graf, mit 377 Wochen Rekordhalterin, kehrte nie wieder auf Platz eins zurück.

Der Machtwechsel war jedoch noch nicht das Ende des gemeinsamen Weges der beiden Rivalinnen aus zwei völlig verschiedenen Tennis-Generationen. Am 5. Juni 1999 begegneten sie sich im Finale von Roland Garros ein letztes Mal. Doch das ist eine ganz andere Geschichte ...

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von SID

Dienstag
31.03.2020, 15:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 31.03.2020, 10:12 Uhr