Heute vor 30 Jahren: Horst Skoffs größter Sieg

Am 7. April 1989 spielte Horst Skoff eines der legendärsten Matches der Tennisgeschichte - und eines der längsten.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 07.04.2019, 16:08 Uhr

Horst Skoff
© GEPA
Horst Skoff

6 Stunden und 4 Minuten beackerten sich Horst Skoff und Mats Wilander im Davis-Cup-Duell zwischen Österreich und Schweden im Wiener Dusaka-Stadion - es war lange Zeit das längste Davis-Cup-Match nach Einführung der Tiebreak-Regel.

Mit überraschendem Ausgang: 6:7, 7:6, 1:6, 6:4 und 9:7 gewann der damals 20-jährige Skoff gegen den siebenfachen Grand-Slam-Sieger Wilander, zu diesem Zeitpunkt die Nummer 2 im ATP-Ranking.

"Im fünften Satz, bei 5:5, habe ich schon Krämpfe gekriegt beim Aufschlag", stammelte der Kärntner noch auf dem Platz. "Ich weiß nicht, wie ich gewonnen habe."

Österreich musste damals ohne Spitzenmann Thomas Muster antreten, der wenige Tage zuvor bei einem Autounfall in Key Biscayne schwer verletzt worden war.

Trotz Skoff-Sieg: Die Sensation bleibt aus

Für Österreich lange es letztlich nicht zur Sensation gegen Schweden. 2:3 hieß es am Ende. Der überragende Mann der Viertelfinalbegegnung war Stefan Edberg, die Nummer 3 der Welt, der gegen Alex Antonitsch siegte, das Doppel an der Seite von Anders Jarryd gewann und auch am Sonntag gegen Skoff punktete, der noch angeschlagen war vom Kraftakt zwei Tage zuvor.

Was bleibt ist eines der legendärsten Davis-Cup-Spiele und die "Hooorsti, Hooorsti"-Rufe der österreichischen Fans, die bis heute beim Wiener Stadthallen-Turnier Tradition haben. Und an Horst Skoff erinnern, der am 7. Juni 2008 in Hamburg unter ungeklärten Umständen an einem Herzstillstand mit nur 39 Jahren verstarb.

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von Florian Goosmann

Sonntag
07.04.2019, 16:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.04.2019, 16:08 Uhr