Novak Djokovic: Federer und Nadal? "Ein großer Teil von mir hat sich mit ihnen verabschiedet"
Novak Djokovic hält große Stücke auf Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. Seine großen Rivalen vermisst er jedoch offenbar mehr.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
08.02.2026, 22:59 Uhr

Novak Djokovic war in Melbourne etwas unglücklich gefragt worden, wie es sich denn nun anfühle, wieder jemanden zu jagen. Nachdem er so lange Federer und Nadal in Sachen Titel hinterhergerannt sei, würden sich ja nun Alcaraz und Sinner vor ihm befinden, oder im Weg zu weiteren Grand-Slam-Turniersiegen.
Djokovic war irritiert, der Fragesteller rettete sich dann noch mit dem Hinweis, dass er, Djokovic, ja in der Zwischenzeit 24 Majors gewonnen habe. Was Djokovic mit einem leicht säuerlichen “Danke, das kann man ab und an auch erwähnen, oder?” goutierte.
Der Sinn der Frage aber war klar: Fühlt es sich für Djokovic denn nun ähnlich an wie damals? Djokovic verwies noch mal darauf, dass er ja zwischenzeitlich über 15 Jahre hinweg die Majors dominiert habe, und nein, es fühle sich nicht an, als jage er noch etwas (oder jemandem) hinterher. “Roger und Rafa werden immer meine größten Rivalen bleiben”, versicherte er. Bei allem Respekt vor dem, was Alcaraz und Sinner leisten (werden).
Djokovic: Federer und Nadal unersetzlich
Eine Stufe weiter ging der Djoker nun in einem Gespräch im serbischen Fernsehen. “Sinner und Alcaraz sind außergewöhnliche, überragende Spieler”, lobte er. Aber für ihn selbst seien Federer und Nadal unersetzlich. “Ein großer Teil von mir hat sich mit ihnen verabschiedet”, schob Djokovic hinterher. Nachdem Federer zurückgetreten sei, habe Nadal ja zumindest zeitweise noch gespielt. “Aber heute fühle ich mich komplett anders, nun, wo er wirklich weg ist”, so Djokovic weiter. “Und ich hätte nicht damit gerechnet, dass dem so sein würde. Aber es ist so.”
Der 38-Jährige hatte bei den Australian Open erstmals seit dem Wimbledonturnier 2024 wieder ein Majorfinale erreicht, nach einem Fünfsatz-Sieg im Halbfinale über Sinner. Im Endspiel gegen Alcaraz verlor er nach verheißungsvollem Start dann in vier Sätzen. Wohl jedoch nicht aufgrund fehlender Motivation - sondern weil ihm am Ende die Kräfte ausgingen.
