Heute vor 40 Jahren: Björn Borg gewinnt letzten Titel in Genf

Wer hätte das damals gedacht? Nach dem 27.09.1981 sollte der große Björn Borg keinen Titel mehr gewinnen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 27.09.2021, 14:11 Uhr

Die erste Ikone des Tennissports - Björn Borg
© Getty Images
Die erste Ikone des Tennissports - Björn Borg

Es gab eine Zeit, da hat Björn Borg die Massen an Fans bewegt wie ein Rockstar. Ganz ohne Social Media. Während der Zeit seiner Dominanz in Wimbledon zwischen 1976 und 1980 (inklusive des Finaleinzugs 1981, als er gegen John McEnroe verlor) konnte sich der Schwede kaum frei bewegen, wurde von seinen Anhängern freundlich, aber sehr bestimmt bedrängt. Und plötzlich war er dann weg, mit nur 26 Jahren.

61 Titel hat Borg während seiner grandiosen Karriere auf der Habenseite verbucht, davon elf bei Majors. Neben den fünf Triumphen in London gab es noch sechs in Roland Garros, dazu vier Finalteilnahmen bei den US Open. Auf Reisen nach Australien verzichteten die großen Stars der Szene damals in der Regel, ansonsten wäre die Grand-Slam-Bilanz des mittlerweile 65-Jährigen wohl noch besser ausgefallen.

Wilander und Edberg folgen auf Borg

Seinen allerletzten Turniersieg feierte Borg als aktiver Spieler (als Kapitän des Team Europe beim Laver Cup ist er auch nach vier Auflagen noch ungeschlagen) in Genf. In Runde eins besiegte Borg damals einen jungen Landsmann namens Mats Wilander mit 6:1 und 6:1, es folgten Siege gegen den Peruaner Pablo Arraya, Lokalmatador Heinz Günthardt, den Spanier Manuel Orantes und im Endspiel den Tschechen Tomas Smid. Der wiederum hatte im Halbfinale Joakim Nyström besiegt, der sich wie Wilander auf dem Weg in die Weltspitze befand.

Wenige Monate später warf Björn Borg endgültig das Handtuch, Comeback-Versuche blieben so selten wie erfolglos. Aus Sicht der Groupies und echten Tennisfans ein kaum zu kompensierender Verlust, für die Schweden ging es immerhin erfolgreich weiter: Wilander gewann gleich 1982 in Paris und in späterer Folge auch die Majors in Australien und den USA. Und Stefan Edberg krönte sich 1988 in Wimbledon mit dem Finalsieg gegen Boris Becker zum legitimen Nachfolger von Borg auf Rasen.

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Montag
27.09.2021, 17:25 Uhr
zuletzt bearbeitet: 27.09.2021, 14:11 Uhr