Holt sich Stan Wawrinka beim United Cup die Australian-Open-Wildcard?
Stan Wawrinka spielt 2026 sein letztes Jahr auf der Tour - und hat beim United Cup bereits großartig begonnen. Sollten die Australian Open da nicht aufmerksam werden?
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
05.01.2026, 10:18 Uhr

40 Jahre - und kein bisschen leise. Stan Wawrinka will's auch 2026 noch mal in Sachen Tennis wissen, wenngleich er angekündigt hat, seine große Karriere zum Ende der Saison zu beenden. Tennisliebe hin oder her.
Nun hat Stan Wawrinka die neue Spielzeit direkt mit zwei Marathonmatches begonnen, einmal erfolgreich (5:7, 7:6, 7:6 gegen Arthur Rinderknech), einmal am Ende erfolglos (4:6, 7:6, 6:7 gegen Flavio Cobolli). An aufeinanderfolgenden Tagen wohlgemerkt. Anders gesagt: “Stan the Man” ist topfit. Und als Weltranglisten-156. immer noch ein Mann für große Matches.
Der United Cup in allen Ehren, die große Musik spielt jedoch in zwei Wochen bei den Australian Open. Und hier wäre Wawrinka aufgrund seiner Ranking-Position aktuell nicht dabei. Ein Unding, so die einhellige Meinung. Immerhin hatte Wawrinka in 2014 in Melbourne seinen ersten Majortitel geholt (von letztlich drei).
Bencic verteidigt Wawrinka: “Weiß nicht, worauf sie noch warten”
Sollte man bei Tennis Australia also nicht ein Einsehen haben und den Altmeister mit einem Freifahrtsschein ins Hauptfeld ausstatten? Klare Sache, so die einhellige Meinung. Auch von Landsfrau Belinda Bencic. “Das sollte nicht mal eine Frage sein”, so die Schweizerin. “Ich weiß nicht, worauf sie noch warten.”
Wawrinka selbst übt sich in Demut. Er nehme seine Turnierplanung Woche für Woche an. Wenn er gute Neuigkeiten erhalte, wie die, beim United Cup spielen zu dürfen oder eine Wildcard für Auckland erhalten zu haben, “dann bin ich super happy. Und wenn ich keine kriege, ist auch alles gut. Dann spiele ich einfach das nächste Turnier."
Die Australian Open geben ihre Wildcards in erster Linie an einheimische Akteure sowie im Rahmen einer Kooperation mit dem französischen Tennisverband an französische Spieler aus. Bei den Herren sind allerdings noch drei der acht Wildcards offen.
