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HTT-Klassiker in der Stadthalle startet Comeback

In Abwesenheit des Stadthallen-Dominators und Gewinners der letzten drei HTT-Auflagen am Voglweidpla...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 16.10.2021, 00:18 Uhr

In Abwesenheit des Stadthallen-Dominators und Gewinners der letzten drei HTT-Auflagen am Voglweidplatz in Wien-Fünfhaus geht am heutigen Abend nach einem Jahr Corona-Pause die 7. Ausgabe der HTT Erste Bank Open 500 in Szene. Mit einem “abgespeckten und stark erschlankten” Turnier in jeglicher Hinsicht, das Wehmut bei der Erinnerung an eine phantastische Vergangenheit der Peugeot Hobby Tennis Tour im Rahmenprogramm des ATP-Turniers in der Wiener Stadthalle aufkommen lässt. Ein Blick zurück auf glorreiche Zeiten und ein Ausblick auf die 2021er-Ausgabe mit ihren Favoriten von C.L

innen_v8-1920x1080 Foto: nonstandard.pictures

Von David Ferrer bis Lukas Schweighofer und die glorreichen Zeiten der Peugeot Hobby-Tennis-Tour bei den Erste Bank Open 500

Die Peugeot Hobby Tennis Tour bei den Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle. Das war einst “das Hochglanzprodukt” im Tennis-Breitensport schlechthin. Doch der Glanz ist verblasst, der Lack ist ab, das einstige Vorzeige-Event ist nur mehr ein müder Abklatsch jener Veranstaltungen, die vor Corona zu den absoluten jährlichen Highlights eines jeden Hobbytennisspielers gehört haben. Die Pandemie hat viel zerstört, verhindert und dafür gesorgt, dass nichts mehr so wie früher ist. Was waren das für Zeiten, als der einstige spanische Matador und jetzige Turnierdirketor des ATP 500 Turniers in Barcelona David Ferrer das HTT-Challenger-Finale zwischen Bernhard Hauer und Noah Deron “crashte”, und mit Smalltalk und verteilten Komplimenten den beiden Youngsters unvergessliche Eindrücke vermittelte. Was waren das auch für Zeiten, als Noah Deron mit gewonnener Riesen-Trophäe durch die bummvolle Stadthalle “stolzierte”, und zu seiner großen Überraschung als einziger Franzose an diesem Tag (Gael Monfils hatte keine Lust) Autogramm-Wünsche junger Tennisfans erfüllte. Was waren das auch für Zeiten, als Star-Moderator Lukas Schweighofer den 3fachen HTT Erste Bank Open 500 Sieger Lukas Prüger in einer randvollen Stadthalle zum Interview bat. Und was waren das auch für Zeiten, als die Stars der beiden HTT-Erste Bank Open 500-Turniere im Champions-Club oder der Players-Lounge wie ATP-Stars hofiert wurden, und den wohl unvergesslichsten Tag ihres Tennislebens ermöglicht bekamen.

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65 Prozent Einbußen in Sachen Teilnehmer

Das waren wunderbare, unvergleichliche und vorallem mit keinem Geld der Welt käuflich erwerbbare Erlebnisse, die genau diese alljährlich wiederkehrende Woche im Oktober für die Hobby-Tennis-Spieler dieses Landes ausgemacht hatten. Anno 2021 schaut die Sache beim Comeback der HTT im Rahmenprogramm des Wiener ATP Turniers nach Corona anders aus. Das merken auch die Spieler, und so gibts heuer rekordverdächtige 65 Prozent Einbußen in Sachen Teilnehmer, und mit 107 Spieler”innen” aus 18 Nationen ein im Gegensatz zu 2019 mit knapp 300 Startern doch recht dünnes Feld. Man kann die vom rumänischen Ranglisten-Ersten und HTT Erste Bank Open 500 Sieger von 2015 Damian Roman angeführte Nennliste allerdings auch in positivem Licht betrachten. Denn das erst am Tag des Nennschlusses um 12 Uhr in den diversen Melde-Systemen online gestellte Turnier hat binnen nur 8 Stunden das Nennergebnis der am Tag zuvor zu Ende gegangenen HTT Australian-Open-Auflage erreicht.

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HTT Australian Open Sieger Maxi Wild als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Stadthallen-Triple-Champion Lukas Prüger

In der Nachfolge-Frage des diesmal durch Abwesenheit glänzenden HTT Stadthallen-Siegers der letzten drei Turniere am Voglweidplatz Lukas Prüger, sind sich alle HTT-Experten einig. Es wird wohl einer aus den Top 8 der Setzliste werden, der in die riesigen Fußstapfen von HTT Erste Bank Open Triple-Champion Lukas Prüger treten wird, und dessen Nachfolge als Sieger des mit 500 Punkten dotierten HTT-Events im UTC La Ville mit dem krönenden Abschluss dem Finale in der Stadthalle – respektive heuer am Heumarkt – antreten wird. In Wahrheit kann es – zumindest nach den Eindrücken – der letzten 10 Tage nur einen HTT Erste Bank Open 500 Sieger 2021 geben. Und der hießt Maximilian Wild. Nicht nur das der 21jährige aktuell in der Form seines Lebens agiert, und mit teils abartiger Tenniskunst die Zuschauer begeisterte und die Mitspieler erstaunte, kommt der frischgebackene HTT Australien Open Champion der Peuegot Hobby-Tennis-Tour mit breiter Brust, einer 15:1 Saisonbilanz und riesigem Selbstvertrauen ins UTC La Ville. Und Wild hat mit den HTT Erste Bank Open noch eine offene Rechnung zu begleichen, musste er sich doch bei seinem bislang einzigen Antreten im Jahr 2018 bereits im Viertelfinale gegen Philipp Jahn in zwei glatt verlorenen Sätzen geschlagen geben.

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Damian Roman und Lenny Wilmink als erste Wild-Herausforderer

Erste Herausforderer des 10fachen HTT-Turniersiegers vom TC Tulln sind wohl die beiden internationalen Ranglisten-Führenden Damian Roman (ROM) und Lenny Wilmink (USA). Während HTT Branchen-Primus Damian Roman wohl kaum an einen zweiten HTT Erste Bank Open Titel nach 2015 denken wird, und eher bedacht scheint, mit seiner Teilnahme seine Ranglisten-Führung über das Saison-Ende hinaus zu zementieren, plant US-Boy Lenny Wilmink einen nächsten Angriff auf den momentan stärksten Spieler Maximilian Wild. Und er möchte Revanche für die HTT Australian-Open-Finalniederlage, die mit 0:3 Sätzen deutlich ausfiel. Ein Sieg samt Interview in der vollen Wiener Stadthalle von einem der anderen im Raster befindlichen Akteure käme wohl einer Sensation gleich, auch wenn sich da so prominente HTT-Stars wie Vladimir Vukicevic tummeln. Spannender wird da wohl die Angelegenheit im HTT Erste Bank Open Challenger Bewerb. Dort den richtigen Siegertipp parat zu haben, ist allerdings fast so wie im Lotto die sechs Richtigen zu erraten.

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