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„Ich würde alles anders machen“: Caroline Garcia mit emotionaler Karriere-Beichte

Vor vier Jahren gewann Caroline Garcia in Cincinnati ihr erstes und einziges Masters-1000-Turnier. Heute blickt sie als frischgebackene Mutter mit überraschend klaren Worten auf ihre Karriere zurück.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 24.08.2026, 12:54 Uhr

Caroline Garcia
© Getty Images
Caroline Garcia

Das Masters in Cincinnati bildete im Jahr 2022 den Ausgangspunkt für Caroline Garcias spektakulärste Saison. Als Qualifikantin gewann sie damals das WTA-1000-Turnier und besiegte auf dem Weg zum Titel unter anderem Jessica Pegula, Aryna Sabalenka und Petra Kvitova. Sie war damit die erste Qualifikantin überhaupt, die ein WTA-1000-Turnier gewinnen konnte.

Wenige Wochen später erreichte Garcia das Halbfinale der US Open, ehe sie bei den WTA Finals mit einem Sieg über Sabalenka ihre außergewöhnliche Saison krönte. Vier Jahre später sieht ihr Leben völlig anders aus: Garcia hat ihre Karriere beendet und ist vor zwei Wochen erstmals Mutter geworden.

„Tennis war nie Leben oder Tod“

Garcia beschreibt diesen neuen Lebensabschnitt als Perspektivwechsel. Während ihrer Karriere habe sich jedes Match, jeder Rankingpunkt und jedes Turnier enorm wichtig angefühlt. Erst mit ihrem Neugeborenen im Arm sei ihr klar geworden, dass Tennis trotz aller Opfer letztlich nur eines bleibe: ein Spiel. „Tennis ist ein unglaubliches Geschenk“, schrieb die Französin. Man dürfe hart dafür arbeiten und für große Ziele große Opfer bringen, müsse sich aber gleichzeitig auch erlauben, den Sport zu genießen.

Der nächste Titel war immer schon im Kopf

Besonders kritisch sieht Garcia heute, wie sie mit ihren Erfolgen umging. Kaum hatte sie einen Titel gewonnen, richtete sich ihr Blick bereits auf die nächste Aufgabe. Zeit zum Feiern oder um den eigenen Erfolg wirklich zu begreifen, nahm sie sich selten. „Wenn ich es noch einmal machen könnte, würde ich mir nach jedem Titel ein paar Tage oder sogar Wochen nehmen, um innezuhalten und stolz zu sein“, schreibt sie.

Eine Botschaft an die nächste Generation

Ihre Erkenntnis richtet Garcia dabei auch an jene Spielerinnen, die noch mitten im Kampf um Titel und Rankings stehen. Garcia plädiert keineswegs dafür, weniger ehrgeizig zu sein. Im Gegenteil: Träume zu verfolgen und die eigenen Erfolge zu würdigen, seien für sie zwei Seiten derselben Medaille. „Ein paar Monate nach deinem Rücktritt wirst du nicht bereuen, eine bestimmte Sache nicht erreicht zu haben. Du wirst wissen, dass du alles gegeben hast“, schreibt Garcia. Was man hingegen bereuen könnte, ist, die Reise nicht genug genossen zu haben.

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von Isabella Walser-Bürgler

Montag
24.08.2026, 14:53 Uhr
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