Indian Wells: "Ich will von den Größten lernen" - Majchrzak freut sich auf Duell mit Djokovic
Kamil Majchrzak, derzeit Nummer 57 der Tenniswelt, darf sich am Samstag beim ATP Masters 1000-Turnier in Indian Wells auf eine besondere Herausforderung einstellen. Gegner des Schützlings von Christopher Kas ist kein Geringerer als Novak Djokovic.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
07.03.2026, 12:41 Uhr

Majchrzak hatte in Wimbledon 2022 das Vergnügen, mit seinem “Idol” Djokovic zu trainieren. Eine Erfahrung, auf die der 30-Jährige noch immer gerne zurückblickt: "Es war fantastisch, mit Novak zu trainieren und seinen Ball und die Qualität seiner Schläge zu erleben, aber auch seine Einstellung, seine gesamte Ausstrahlung und seine Trainingsvorbereitung“, so Majchrzak. „Seine Trainingsmethoden, seine Sorgfalt bei jeder Bewegung und seine Präzision – alles ist absolute Weltklasse. Ich habe versucht, so viel wie möglich aus diesem Training mitzunehmen, und genau das werde ich auch am Samstag tun.“
Der Pole weiß, was gegen den 24-fachen Grand Slam-Sieger auf ihn zukommt. „Seine Ballgeschwindigkeit und Ballqualität sind unglaublich. Er kann jeden Ball aus jeder Position spielen“, meinte Majchrzak im Vorfeld des Duells. „Er bewegt sich hervorragend. Er ist extrem präzise und manchmal fast schon roboterhaft, als würde jemand mit ihm PlayStation spielen. Er war also immer extrem konstant. Es ist nicht einfach, gegen ihn einen Vorteil zu erlangen.“
Die Vorfreude scheint beim 30-Jährigen jedenfalls kaum Grenzen zu kennen. „Ich freue mich riesig darauf, gegen Novak zu spielen. Er ist einer der größten Tennisspieler aller Zeiten, und wer lernen will, lernt am besten von den Größten“, so Majchrzak, der anfügte: „Ich hatte nie die Gelegenheit, gegen Rafa oder Roger zu spielen, deshalb habe ich sehr gehofft, irgendwann gegen Novak antreten zu können, um Tennis auf höchstem Niveau zu erleben. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung.“ In Ehrfurcht erstarren will die derzeitige Nummer 57 der Tenniswelt allerdings nicht.
Fruchtbare Zusammenarbeit mit Kas
Dass Majchrzak im Moment drauf und dran ist, sein Career High von Platz 55 zu knacken, hat sehr viel mit Christopher Kas zu tun. Der Deutsche coacht den Polen seit September 2024 - damals lag Majchrzak noch weit jenseits der Top 100.
Kas habe ihm beigebracht, auf dem Platz aggressiver aufzutreten, so der neunfache Challenger-Turniersieger. „Mein Hauptaugenmerk im Training lag darauf, mehr selbst die Initiative zu ergreifen und das Spiel aktiver zu gestalten, anstatt einfach nur loszurennen und zu schlagen“, meint Majchrzak. „Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, aber das ist die Richtung, die wir mit meinem Trainer eingeschlagen haben, und wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum ich immer besser werde.“
Ob diese aggressive Herangehensweise dazu reicht, am Samstag auch die serbische Legende zum Wanken zu bringen, bleibt abzuwarten. Gut vorbereitet wird Majchrzak aber in jedem Fall sein.
Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells
