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Ion Tiriac: "Nadal wird für immer die Nummer eins der Welt bleiben"

Ion Tiriac hat sich gegenüber dem spanischen Magazin "Clay" zu den abgelaufenen French Open geäußert, vor Rafael Nadal den Hut gezogen - und bei Novak Djokovic einen "fatalen" Fehler geortet. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 18.06.2022, 07:35 Uhr

Ion Tiriac hat sich zum 22. Grand-Slam-Titel von Rafael Nadal geäußert
Ion Tiriac hat sich zum 22. Grand-Slam-Titel von Rafael Nadal geäußert

Ion Tiriac zählt zweifelsfrei zu den aktivsten Beobachtern der aktuellen Entwicklungen im professionellen Tennis. So ist am ehemaligen Aktiven auch nicht spurlos vorübergegangen, dass es vor knapp zwei Wochen abermals Rafael Nadal war, der sich gegen die starke Konkurrenz am Bois de Boulogne durchsetzen und zum bereits 22. Mal in das Gefühl von Grand-Slam-Titelehren kommen sollte. Eine alleinige Bestmarke. 

Auf dem Weg dorthin gab es insbesondere drei Matches, in denen Nadal massiv zu kämpfen hatte: zunächst in der Runde der letzten 16 gegen Felix Auger-Aliassime, im Viertelfinale gegen Novak Djokovic und schließlich in der Vorschlussrunde gegen Alexander Zverev. Ein Match, das bekanntermaßen fatal für Deutschlands Nummer eins endete, die Ende des zweiten Satzes umknickte und verletzungsbedingt aufgeben musste. 

Nadal schlägt Djokovic

Hinsichtlich der spielerischen Leistung habe Tiriac insbesondere der Erfolg über Langzeitkonkurrent Novak Djokovic imponiert, wie dieser im Interview mit dem Magazin "Clay" erklärte: " Im Match gegen Djokovic hat Nadal sehr, sehr gut gespielt. Djokovic so zu schlagen, die Nummer eins der Welt. Nein, Nadal wird für immer die Nummer eins der Welt bleiben. Man kann ihn nicht vergleichen. Für mich auch nicht mit Federer", sagte der Rumäne. 

Eindruck habe aber auch das Duell mit Zverev gemacht: Ein Match, das für Tiriac äußerst kurios ausfiel: "Ich habe noch nie einen Satz wie den ersten Satz von Nadal und Zverev im Halbfinale gesehen. Einen Satz, in dem 11 Games gespielt werden und in neun der Aufschlag abgegeben wird. Neun Breaks. Wie ist das möglich? Ich weiß es nicht", sagte der ehemalige Manager von Boris Becker.

Djokovic macht laut Tiriac "fatalen" Fehler

Den auch die emotionale Achterbahnfahrt, die Alexander Zverev mit seinem Aufschlag immer wieder offenbart, zumindest - gelinde gesagt - irritiert: "Wie ist es möglich, dass Zverev, der eine Cross-Court-Rückhand hat, die die beste der Welt ist, bei seinem zweiten Aufschlag mit 120 oder 110 Stundenkilometern aufschlägt und drei Doppelfehler macht? Das bedeutet, dass Emotionen eine Rolle gespielt haben. Es war ein sehr, sehr seltsames Spiel, zwei Sätze in drei Stunden. Schade, dass er sich verletzt hat." 

Zurück zu Novak Djokovic, der im Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel etwas Boden an Rafael Nadal verloren hat. Zu einem nicht unwesentlichen Anteil aufgrund seiner Einstellung zur COVID-19-Impfung, wie auch Tiriac betont: "Ich glaube, dass Djokovic mit der Impfstofffrage einen fatalen, fatalen Fehler gemacht hat. Fatal für sein Image und all das ist schade, denn er ist ein sensationeller Spieler. Er will eine Persönlichkeit sein, aber er hat nicht das Charisma von Nastase, von McEnroe. Es ist also ein bisschen schwieriger. Aber er ist zweifellos ein großartiger Spieler und ein großartiger Arbeiter, aber er ist nicht Nadal!"

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von Michael Rothschädl

Samstag
18.06.2022, 08:04 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.06.2022, 07:35 Uhr

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