Ist Alcaraz zu gut, um motiviert zu bleiben? Star-Coach wittert Wunderkind-Syndrom
Nach Carlos Alcaraz' Miami-Niederlage gegen Sebastian Korda meldet sich nun auch Patrick Mouratoglou zu Wort. Seine These ist provokativ wie immer: Alcaraz langweilt sich am Court.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
27.03.2026, 09:43 Uhr

Wenn Carlos Alcaraz verliert, sucht die Tenniswelt offensichtlich verzweifelt nach Antworten. Einer, der nie um eine Antwort verlegen ist, ist Star-Coach Patrick Mouratoglou. Er stellt eine gewagte Diagnose und attestiert Alcaraz schlicht Langeweile am Court.
Masters nicht mehr reizvoll genug
Mouratoglou vermutet, dass die Masters-Turniere für Alcaraz nicht mehr denselben Stellenwert besitzen wie früher. Dafür habe er mittlerweile zu viele Erfolge eingefahren. Die Herausforderung sei für ihn kleiner geworden. Das habe man schon im Match gegen Fonseca gesehen, so Mouraglou, in dem Alcaraz seiner Meinung nach die gewohnte Intensität habe vermissen lassen.
Gefährliches Spiel mit der Kontrolle
Besonders kritisch sieht Mouratoglou Alcaraz' mentale Einstellung. Er scheine sich in manchen Phasen zu sehr auf seine Überlegenheit zu verlassen. Liegt er ein Break im Rückstand? Ist ihm gar ein Satz flöten gegangen? Kein Problem, so suggeriere ihm sein Unterbewusstsein. Er könne ja jederzeit zurückkommen. Das Problem dabei: Wer glaubt, jederzeit zurückkommen zu können, verliert leichter die Spannung.
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Dominanz als zweischneidiges Schwert
Die Situation zeigt ein klassisches Paradox auf: Je besser ein Spieler wird, desto schwieriger wird es, konstant hungrig zu bleiben. Carlos Alcaraz hat sich an ein Niveau gewöhnt, das für andere unerreichbar scheint. “Und genau das könnte ihn angreifbar machen”, ist sich Mouratoglou sicher.
Möglicherweise ist also die Langeweile der gefährlichste Gegner, dem Carlos Alcaraz je gegenüberstehen muss.
