ITF: Gleich drei Sperren auf einmal - ITIA greift bei Korruption hart durch

Zwei Spielerinnen und ein Offizieller wurden im Rahmen des Anti-Korruptionsprogramms sanktioniert. Die Vergehen reichen von Spielmanipulation bis zur mangelnden Kooperation mit Ermittlern.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 31.03.2026, 17:23 Uhr

Anti-Korruption wird auch im Tennis immer mehr ausgerollt
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Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hat gleich gegen drei Personen Sanktionen ausgesprochen und damit erneut ein Zeichen im Kampf gegen Korruption im Tennissport gesetzt. Betroffen sind die Spielerinnen Mila Masic (Serbien/WTA 926) und Jana Vanik (Deutschland/WTA -) sowie der kasachische Offizielle Assylbek Kassym. Grundlage der Entscheidungen sind Verstöße gegen das Tennis Anti-Corruption Program (TACP), das die Integrität des Sports schützen soll.

Den Ermittlungen entzogen

Am schwersten trifft es Masic: Die 28-Jährige wurde für vier Jahre und zehn Monate gesperrt und zusätzlich zu einer Geldstrafe von 20.000 US-Dollar verurteilt. Sie hatte eingeräumt, mehrere eigene Matches manipuliert, dafür Geld angenommen und entsprechende Annäherungsversuche nicht gemeldet zu haben. Masic verzichtete auf eine Anhörung und akzeptierte die Strafe, die rückwirkend seit Dezember 2025 läuft. Deutlich kürzer fällt die Sperre für Vanik aus: Die 23-Jährige erhielt eine Sperre von einem Jahr und vier Monaten sowie eine Geldstrafe, nachdem sie die Zusammenarbeit mit den Ermittlern verweigert und verdächtige Vorgänge nicht gemeldet hatte.

Auch im administrativen Bereich griff die ITIA durch. Kassym, der als nationaler Offizieller tätig war, wurde für ein Jahr gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt. Ihm wird vorgeworfen, selbst korrupte Annäherungsversuche gegenüber Spielern unternommen zu haben und sich anschließend den Ermittlungen entzogen zu haben. Während ihrer Sperren dürfen alle drei weder an Turnieren teilnehmen noch in irgendeiner Form im professionellen Tennis aktiv sein. Die ITIA unterstreicht damit erneut ihren Anspruch, konsequent gegen Manipulationen und mangelnde Kooperation im Sport vorzugehen.

von Stefan Bergmann

Dienstag
31.03.2026, 19:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 31.03.2026, 17:23 Uhr