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ITN-Farce sorgt für Aufregung beim Flötzersteig Challenger

Es hilft leider alles nichts! Wir müssen wieder einmal das leidige Thema “ITN” bemühen. ...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 09.08.2021, 13:18 Uhr

Es hilft leider alles nichts! Wir müssen wieder einmal das leidige Thema “ITN” bemühen. Die International Tennis Number sorgte am vergangenen HTT Wochenende beim Flötzersteig Open Challenger der Peugeot Hobby Tennis Tour nämlich wieder einmal für massiven Ärger bei den Aktiven und verdrängte das sportliche Geschehen beim 915. Sandplatz-Turnier der Open Era fast gänzlich aus den Schlagzeilen. Ein Bericht von C.L

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ITN-Farce im Jugendbereich hat eine neue abschreckende Dimension erreicht

Der eigentlich große Gewinner des zurückliegenden Tennis-Wochenendes auf der Peugeot Hobby Tennis Tour, der 16jährige Felix Flicker avancierte bei der 4. Auflage des Flötzersteig Challengers unschuldiger Weise zum Buhmann des Turniers. Der Stein des Anstoßes – wie kann es anders sein – war die unverschämt hohe ITN des Jungstars., mit der er aus der Qualifikation heraus seine Gegner reihenweise demolierte, und pro Satz nur 1,3 Games gegen weitaus bessere Spieler abgeben musste. Schon im letzten Jahr war Flicker auf der HTT “auffälig” geworden, und schon damals bat der HTT Veranstalter um eine entsprechende Umstufung. Geschehen ist bis dato nichts. Im Gegenteil: Ein Großteil der ITN-Administratoren in den Tennisclubs dieser Stadt stuft weiter munter und scheinbar ohne Grundlage drauf los. Die ITN-Werte vieler Spieler – vorallem von Jugendlichen – haben was von Roulette und wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun. Was aber noch schlimmer ist! Kein Verantwortlicher fühlt sich bemüßigt, bei Bedarf für eine nötige ITN-Umstufung zu sorgen. Bis in die Büros der ITN Macher hat sich anscheinend noch nicht herumgesprochen, dass es auf einfachstem Wege die Möglichkeit gibt, mittels Umstufungsantrag ohne Aufwand und Bürokratie, die aktiven Tennisspieler des eigenen Vereins mit dem entsprechenden ITN Wert auszustatten. Damit würden Fairness und vorallem Spaß am Turniertennis garantiert werden, zwei Faktoren die wesentlich für eine funktionierende Turnierlandschaft wären. Stattdessen nehmen die scheinbar desinteressierten ITN-Admins in Kauf, dass die Turnierszene mit ihren wahnwitzig umherlaufenden ITN-Trabanten Woche für Woche frustrierte Turnierspieler produziert, die sich über kurz oder lang aus dem Turniergeschehen zurückziehen werden.

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Wenn sogar dem humorigen Horst Kroiss der Schmäh ausgeht

Zurück aber zu Felix Flicker, der abseits seines indiskutablen ITN-Wertes natürlich großartig “performte”, und ohne Satzverlust mit nur 13 abgegebenen Games in fünf Matches verdient das erste Semifinale seiner Karriere erreichte. Am meisten Gegenwehr konnte noch Oberösterreichs Hobbytennis-Legende Horst Kroiss in seinem Achtelfinale liefern, doch nach dem 2:6, 5:7 war selbst der stets humorige Linzer mit einem Schlag “schmähstad”. Die weiteren Flicker-Opfer gefällig? In der Quali deklassierte er das Routiniers-Duo Alexander Morgner & Martin Feldkircher, und im Hauptbewerb verteilte er gegen Wildcard Spieler Helmut Deininger die Doppel-Null, bevor er sich im Viertelfinale gegen David Schrottenbaum dazu hinreißen ließ, seinem Gegenüber ein Ehrengame zu überlassen. Im Halbfinale seines Heimturniers bekommt es Flicker nun mit dem an Nummer 1 gesetzten Lukas Draschkowitz zu tun, der ebenfalls ohne Satzverlust das vierte Semifinale seiner HTT Karriere erreichte. In der unteren Tableau-Hälfte rundet Alexei Zamyatin das traumhafte Topergebnis der TC Essling-Stars beim Flötzersteig Challenger powered by Peugeot ab. Der 27jährige rang im Viertelfinale den Deutschen Frank Schneider mit 7:6, 7:5 nieder, und trifft nun im Kampf um ein Final-Ticket auf die Nr. 2 des Turniers Philipp Mayer. Und der HTT-Evergreen aus Oberösterreich – ausgestattet mit der Routine von 125 gespielten HTT-Turnieren und über 275 absolvierten HTT Single-Matches möchte endlich nach fast 9 Jahren wieder einmal einen HTT-Pokal mit nach Hause nehmen. Dementsprechend schwierig wird die Aufgabe für Alexei Zamyatin werden.

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von Claus Lippert

Montag
09.08.2021, 12:37 Uhr
zuletzt bearbeitet: 09.08.2021, 13:18 Uhr