Jahreszeugnis Holger Rune: Ein Finish mit Ausrufezeichen; Gut

Youngster Holger Rune hat in diesem Jahr vor allem im Saisonfinish richtig aufgedreht. Der junge Däne wird in der kommenden Spielzeit jedenfalls im Rampenlicht stehen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 05.12.2022, 08:04 Uhr

Ein starkes Team: Holger Rune arbeitet seit kurzem auch mit Patrick Mouratoglou
Ein starkes Team: Holger Rune arbeitet seit kurzem auch mit Patrick Mouratoglou

Es sind ja zumeist die jüngsten Ereignisse, die in bester Erinnerung bleiben. Dementsprechend hat Holger Rune in der Saison 2022 viel, wenn nicht alles richtig gemacht. Denn der Däne spielte just in den letzten Wochen des Spieljahres sein bestes Tennis. Und das hat schlicht und einfach ein enorm hohes Niveau. Das musste auch Novak Djokovic neidlos anerkennen. 

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Saison des 19-Jährigen bedarf jedoch eines Blicks über die Indoor-Hardcourt-Saison hinaus - und dort sah es für Holger Rune häufig weitaus weniger rosig aus. Negativer Höhepunkt: sechs Auftaktniederlagen in Serie auf der ATP-Tour. Ausgerechnet nach dem erstmaligen Einzug in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers in Paris.

Rune und Paris

Paris sollte ohnehin der Ort sein, der die Saison 2022 von Holger Rune prägen konnte. Neben dem großartigen Abschneiden im Stade Roland Garros krönte sich der Däne einige Monate später in Paris-Bercy erstmalig zum Champion auf ATP-Masters-1000-Niveau. Begleitet wurde Rune dort bereits von Neo-Übungsleister Patrick Mouratoglou, unter dessen Ägide dem 19-Jährigen der nächste Schritt gelungen zu sein scheint. 

Nebst dem Titelgewinn beim Hartplatzklassiker in Paris-Bercy konnte sich Rune 2022 zwei weitere Male auf die Siegerliste eintragen: Neben dem Premierentitel in München - ein Sieg gegen Alexander Zverev inklusive - reüssierte der Weltranglistenelfte auch im hohen Norden, konkret in Stockholm. Auch dort konnte der Däne mit einem klaren Sieg über einen Topspieler - diesmal gegen Endspielgegner Stefanos Tsitsipas - für Aufsehen sorgen. 

Rune knackt Top-10

Diese Erfolge schlagen sich auch in der Weltrangliste nieder. Stand Rune zum Start ins Jahr noch knapp außerhalb der besten 100 im ATP-Klassement, hat der 19-Jährige nach dem Titelgewinn in Paris-Bercy kurzfristig sogar die Top-10 knacken können. Das Jahr beendet der Däne zwar knapp außerhalb dieser elitären Runde, über eine gute Ausgangslage für die Australian Open darf sich Rune jedoch ohnedies freuen. 

Apropos Australian Open: Dort setzte es im Vorjahr bei Runes erstem Auftritt in Down Under zum Saisonstart eine bittere Auftaktniederlage gegen Soonwoo Kwon, 2023 soll natürlich bereits ein weitaus tieferer Run gelingen. Denn: die Ziele bei Holger Rune sind hoch gesteckt - und der 19-Jährige macht keinen Hehl daraus, auch die Nummer-eins-Position im Ranking angreifen zu wollen. Ganz hat der Däne diese im Kalenderjahr 2022 noch nicht erreichen können - auch, weil es zwischendurch immer wieder größere Schwächephasen setzte. Ganzheitlich betrachtet, verdient die Saisonleistung des Dänen daher ein gutes Gut. 

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