Jakub Mensik – der furchtlose Favoritenkiller
Mit Platz 16 in der Weltrangliste ist der Tscheche Jakub Mensik ein zeitnaher Kandidat für den Einzug in die Top 10. Der Blick auf seine Statistik gegen die vor ihm platzierten Spieler unterstreicht zusätzlich, dass es sich dabei wirklich nur um eine Frage der Zeit handeln dürfte.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
21.02.2026, 06:39 Uhr

Weltweites Aufsehen erregte der Tscheche Jakub Mensik im vergangenen Jahr bei den Miami Open, als er im Finale des Masters-Events in Florida keinen Geringeren als den 24-fachen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic in die Knie zwingen konnte und mit diesem spektakulären „Upset Alert“ seinen ersten ATP-Titel einfahren konnte. Und somit eigentlich vorgewarnt, dass der 20-Jährige vor großen Namen in der Tennisszene keinen Halt macht, musste sich auch der Südtiroler Jannik Sinner beim aktuell laufenden ATP-Event in Doha dem mutig aufspielenden Mensik in drei Sätzen beugen.
Dass die aktuelle Weltranglisten-Position 16 des Youngsters, die ihn momentan noch knapp 1000 Punkte vom Erreichen der Top 10 trennt, nur eine Durchgangsstation nach ganz oben ist, unterstreichen auch die Ergebnisse, die er gegen die Spieler erzielen konnte, die im Ranking unmittelbar vor ihm platziert sind. Bei nur zwei Ausnahmen konnte Mensik alle vor ihm stehenden Profikollegen bezwingen, so er ihnen auf der Tour bislang gegenüberstand.
Neben Sinner und Djokovic konnte er bereits auch deren aktuelle Top-10-Kollegen Felix Auger-Aliassime, Taylor Fritz, Ben Shelton und Alexander Bublik in die Knie zwingen. Auch gegen Jack Draper, Casper Ruud, Andrey Rublev und Alejandro Davidovich Fokina, die direkt hinter dem erlauchten Kreis vor ihm platziert sind, konnte der tschechische Davis-Cup-Spieler bereits als Sieger vom Platz gehen.
Nachholbedarf gibt es bei Mensik diesbezüglich noch bei Lorenzo Musetti und Alex de Minaur. Während er gegen den Italiener die bislang einzige Partie verloren geben musste und dies somit noch als Ausrutscher verbucht werden kann, scheint er mit dem Australier die härteste Nuss zum Knacken zu haben. Die Bilanz gegen „Demon“ stellt sich mit 0:5 eher ernüchternd dar.
Noch keine Gelegenheit auf dem Court bot sich für Mensik bislang gegen Carlos Alcaraz, Alexander Zverev und Daniil Medvedev. Angesichts seiner bisherigen Bilanz gegen die absoluten Top-Könner sollten sich die „Favoriten“ gegen den Aufsteiger jedoch ganz warm anziehen.
