"Struffi" von Ex-Trainerin verklagt

Der 26-jährige Warsteiner wird von seiner Ex-Trainerin Ute Strakerjahn verklagt. Es geht um finanzielle Forderungen im sechsstelligen Bereich. Die frühere Vertraute von Jan-Lennard Struff sei "menschlich sehr enttäuscht".

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 17.12.2016, 19:04 Uhr

Jan-Lennard Struff streitet mit seiner Ex-Tainerin um einen sechsstelligen Betrag

Als Jan-Lennard Struff sechs Jahre alt war, hatte ihn Ute Strakerjahn erstmals Tennis spielen sehen. Gemeinsam ging es stetig bergauf, bis Struff im Juli 2015 den Vertrag mit der DTB-Diplom-Trainerin kündigte. Am Freitag trafen sie sich vor der Zivilkammer des Landsgerichts Arnsberg wieder. Es geht um Geld, viel Geld.

Strakerjahn fordert von ihrem Ex-Schützling 170.000 Euro aus der Zeit vor dem Vertragsende im Mai 2016 sowie Provisionsansprüche auf dessen Einnahmen in den kommenden sechs Jahren. Diese sogenannte "Nachwirksamkeitsklausel", auf die sich die Trainerin beruft, bezeichnete Struff-Anwalt Philipp Pröbsting als "unwirksam".

Wie der Soester-Anzeiger berichtet, hatte der 26-Jährige seiner einstigen Vertrauten im Vorfeld 300.000 Euro angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass damit alle Forderungen abgegolten sind.

Struff verpflichtete Arriens

Strakerjahn wollte darauf nicht eingehen, stattdessen machte sie ihrem Unmut Luft: "Ich bin menschlich sehr enttäuscht. Jetzt, wo es Spaß macht und anfängt rentabel zu werden, soll ein anderer davon profitieren."

Der Weltranglisten-63. aus Warstein hatte im vergangenen Jahr Ex-Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens als neuen Coach an seiner Seite präsentiert. Um die Streitigkeiten mit seiner früheren Trainerin aus der Welt zu schaffen, legte ihm das Gericht mehrere Lösungsvorschläge auf den Tisch.

Grundsätzlich rief der Richter beide Seiten dazu auf, "vernünftig" miteinander umzugehen. Über die Möglichkeit eines Vergleichs sollen die Parteien in den kommenden acht Wochen nachdenken, Kompromissbereitschaft sei jedenfalls unabdingbar.

Jan-Lennard Struff im Steckbrief

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17.12.2016, 19:04 Uhr