Jannik Sinner: Trennung für Eltern schwieriger als für ihn selbst

Jannik Sinner hat nach seinem Triumph in Madrid offen über die harten Zeiten gesprochen, die vor allem seine Eltern vor ein paar Jahren durchmachen mussten.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 05.05.2026, 07:12 Uhr

Jannik Sinner mit der Siegertrophäe in Madrid
© Getty Images
Jannik Sinner mit der Siegertrophäe in Madrid

Wenn die Eltern von Jannik Sinner ihren Sohn auf der ATP-Tour begleiten, dann tun sie das beinahe inkognito. In der Box des Weltranglisten-Ersten sind in erster Linie Darren Cahill und Simone Vagnozzi zu sehen, Vater und/oder Mutter Sinner halten sich da eher zurück. Auch wenn die TV-Kameras manchmal ja gnadenlos sind. Wie im vergangenen Jahr in Roland-Garros, als Sinner gegen Carlo Alcaraz drei Matchbälle nicht nutzen konnte. Und man als Zuschauer mit seiner Mutter Siglinde quasi live mitleiden musste. 

Die Bindung an seine Heimat in Südtirol aufrecht zu erhalten ist Jannik Sinner jedenfalls ein großes Anliegen. Das hat man schon des öfteren bei Interviews noch auf dem Platz so erlebt. Und nun auch wieder in seiner Pressekonferenz im Anschluss an seinen Triumph beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid. 

Sinner schaut auf Alcaraz 

„Ich halte mich für sehr glücklich, weil ich im Alter von 13 Jahren die Möglichkeit hatte, mir auszusuchen, in eine Akademie zu gehen um zu trainieren“, erklärte Sinner also. „Ich glaube aber, dass das für die Eltern sehr schwierig ist, vor allem für eine Mutter.“ Es sei hart für ihn gewesen, aber viel härter für seine Eltern, die ihn ja aufwachsen sehen wollten. 

Von der „verlorenen“ Zeit möchte er so viel als möglich aufholen. Auch wenn er versteht, dass seine Mutter nicht immer abkömmlich ist. Er betrachte sie und seinen Vater jedenfalls als Vorbilder. Und schielt dennoch auch auf seinen Konkurrenten. Wie etwa Carlos Alcaraz. 

„Es ist toll zu sehen, wie Carlos mit seiner Familie und seinem Bruder reist“, so Sinner weiter. „Weil wenn jemand nicht mehr da ist, dann bedauert man das. Hoffentlich kann ich noch viel Zeit mit meinen Eltern und Leuten, die ich liebe, verbringen, auch mit meinem Bruder und Freunden. Weil die Dinge können sich schnell ändern.“
 

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05.05.2026, 11:33 Uhr
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