Jetzt wackelt auch Madrid wieder - gewaltig

Die USTA möchte an den Turnieren in New York City um jeden Preis festhalten. Für andere Veranstaltungen sieht es dagegen wieder schlechter aus.

von red/SID
zuletzt bearbeitet: 01.08.2020, 15:43 Uhr

Das Siegerbild von 2019: Stefanos Tsitsipas und Champion Novak Djokovic
© Getty Images
Das Siegerbild von 2019: Stefanos Tsitsipas und Champion Novak Djokovic

Die gute Nachricht vorneweg: Wer sich auf der offiziellen App von WTA und ATP informiert, der bekommt tatsächlich ein echtes Tableau zu sehen. Die Auslosung für die Qualifikation in Palermo ist raus, es scheint also tatsächlich wieder loszugehen im professionellen Tennis (auch wenn am heutigen Samstag bekannt wurde, dass eine Spielerin positiv auf COVID-19 getestet wurde). Auch die Veranstalter der US Open haben noch einmal bekräftigt, dass der angestrebte Termin Ende August gehalten werden soll, das ebenfalls in New York City angesetzte Turnier von Cincinnati inklusive.

"In Zusammenarbeit mit unserer medizinischen Beratergruppe, unserem Sicherheitsteam und dem Staat New York haben wir einen starken Gesundheits- und Sicherheitsplan entwickelt, um das Infektionsrisiko in der geschlossenen Umgebung des Turniergeländes und der Spielerhotels zu verringern", teilte die USTA mit: "Wir sind weiterhin zuversichtlich und es ist unsere oberste Priorität, dass die Gesundheit und Sicherheit aller bei den Turnieren trotz der jüngsten Entwicklung gewährleistet ist."

Und auch die Generali Open in Kitzbühel sollen vom 7. bis zum 13. September stattfinden, am Montag startet der Ticket-Vorverkauf.

Madrid mit den Dimensionen eines Grand-Slam-Turniers

Schlechter scheint es dagegen wieder um das kombinierte Event in Madrid zu stehen, das unmittelbar nach den US Open vom 13. bis zum 20. September ausgetragen werden soll. So hat der Gesundheitsminister Spaniens den Organisatoren und dabei namentlich Feliciano Lopez einen Brief geschickt haben, in dem freundlich, aber bestimmt darauf gedrängt wird, die Veranstaltung in der Caja Magical endgültig abzusagen. Es wäre bereits die zweite Stornierung für dieses Jahr, die zweite Auflage des Finalturniers im Davis Cup wurde bereits vor mehreren Wochen gestrichen (auch wenn dabei nicht nur die Corona-Pandemie eine Rolle gespielt haben soll - sondern auch finanzielle Engpässe der veranstaltenden Agentur rund um Barcelona-Star Gerard Piqué).

Während bei den US Open für drei Wochen lang eine Blase kreiert wird, die die SpielerInnen im Grunde nicht verlassen dürfen, gestaltet sich die Lage in Madrid wohl um einiges komplizierter. Zumal die Frage immer noch nicht geklärt ist, was mit aus den USA anreisenden TeilnehmerInnen passieren soll: Quarantäne oder nicht? Und nachdem die von Ion Tiriac gemanagte Veranstaltung bei Frauen und Männern zu den größten des Kalenders gehört, erreicht das Teilnehmerfeld regelmäßig Dimensionen wie ein Grand-Slam-Turnier. Gleiches gilt für Rom (20. bis 27. September). Dort soll in der Woche nach Madrid gespielt werden. Und definitiv ohne Zuschauer. Man wolle in jedem Fall eng mit den Behörden, der ATP und der WTA zusammenarbeiten, hieß es aus dem Büro von Tiriac, der Super Slam Limited.

Sollte Madrid tatsächlich abgesagt werden, könnte sich eine Tür für einen Stopp in Deutschland öffnen: Die Organisatoren am Hamburger Rothenbaum haben schon öfters große Terminflexibilität signalisiert.

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von red/SID

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01.08.2020, 15:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.08.2020, 15:43 Uhr