John McEnroe über Novak Djokovic: "Bereicherung für unseren Sport"

John McEnroe hat gegenüber dem GQ-Magazin über die Beliebtheit der Größen des Tennissports gesprochen. Und warum Novak Djokovic und auch Daniil Medvedev in der Vergangenheit Unrecht getan wurde. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 14.07.2022, 10:39 Uhr

Novak Djokovic hat in Wimbledon seinen 21. Grand-Slam-Titel gewonnen
Novak Djokovic hat in Wimbledon seinen 21. Grand-Slam-Titel gewonnen

Konkret findet McEnroe zwei Matches, in denen sich die Präferenzen des Publikums sehr plakativ zeigten: das Endspiel der Australian Open und Novak Djokovics Viertelfinale bei den French Open 2022. Beides Spiele mit Beteiligung von Rafael Nadal und beides Spiele, in denen der Mallorquiner die überwiegende Mehrheit von den Rängen hinter sich wusste - und seine Kontrahenten oftmals keine faire Behandlung erfuhren. 

"Er (Medvedev) hat das nicht verdient (ausgebuht zu werden), genauso wenig wie Djokovic es bei den French (Open) verdient hat. Als sie gespielt haben, haben sie ihn ausgebuht, als er rauskam", erklärte John McEnroe gegenüber dem GQ-Magazin. Insbesondere im Fall des Russen ortet der US-Amerikaner durchaus nennenswerte Nachwirkungen von dieser Erfahrung, wie der 63-Jährige erklärte.

Djokovic "so ein professioneller Spieler"

"Medvedev hat sich meiner Meinung nach emotional noch nicht von der Niederlage (im Finale der Australian Open) erholt. Nicht nur, weil er verloren hat, sondern wegen des Publikums", konstatierte McEnroe also. Medvedev hatte im Endspiel in Down Under gegen Nadal bereits mit 2:0-Sätzen geführt, sich schließlich aber doch in fünf Sätzen geschlagen geben müssen. 

Auch im Falle Djokovic appelliert der US-Amerikaner für mehr Fairness: "Djokovic gefällt einem vielleicht nicht so gut wie Nadal oder Federer, aber er ist eine Bereicherung für unser Sport, um Himmels willen." Worten, die sich auch Alex Corretja in seiner Einschätzung zum Wimbledon-Endspiel uneingeschränkt anschließt: "Die Kontrolle der Emotionen, wie gut man als Tennisspieler, als Mensch, als Profi sein muss, die Beständigkeit. Es ist fast unmöglich zu verstehen, aber ich freue mich sehr für Novak", sagte der Spanier.

Damit hat der Serbe auch das Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel mit den Langzeitkonkurrenten Roger Federer und Rafael Nadal erneut befeuert: "Er hat Roger überholt und ist wieder hinter Rafa her, das Rennen ist also noch nicht vorbei. Ich denke, es ist sehr interessant für den Sport im Allgemeinen. Es ist gut, dass Novak immer wieder gewinnt, weil er so ein professioneller Spieler ist."

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
14.07.2022, 13:58 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.07.2022, 10:39 Uhr

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