Julia Görges - Kurzer Arbeitstag in Linz

Julia Görges ist beim WTA-Turnier in Linz souverän in die zweite Runde eingezogen. Dort kommt es nun zum Duell mit ihrer langjährigen Fed-Cup-Kollegin Andrea Petkovic.

von Jörg Allmeroth
zuletzt bearbeitet: 08.10.2019, 17:56 Uhr

Julia Görges hat in Linz nichts anbrennen lassen
© Jürgen Hasenkopf
Julia Görges hat in Linz nichts anbrennen lassen

Von Jörg Allmeroth aus Linz

Jens Gerlach hat einiges zu tun in diesen Tagen, bei den „Upper Austria Ladies“-Ausscheidungsspielen in Linz. Gleich fünf deutsche Spielerinnen erreichten das Hauptfeld bei dem Turnier der 250er Kategorie der WTA, genug Gelegenheit, für den Fed Cup-Coach noch einige Beobachtungen und Bewertungen anzustellen – mit Blick schon auf das Fed Cup-Match der deutschen Auswahl im nächsten Februar in Brasilien. Gerlach legt Wert auf den Umstand, dass er in größerer Mission in Oberösterreich unterwegs ist, als Kapitän der weiblichen Nationalequipe. 

Aber gleichwohl kümmert sich der Trainer auch mit etwas größerem Aufwand speziell um Julia Görges, die deutsche Nummer zwei – und da dürfte es auch Gerlach recht gewesen sein, dass der erste Arbeitstag der 31-jährigen Weltklassespielerin bei dem WTA-Event einigermaßen unaufgeregt verlief. Gerlach sah entspannt am Rande des Centre Court zu, wie Görges zu einem 6:4, 6:2-Erfolg in der ersten Runde gegen die durchaus als gefährlich eingeschätzte Russin Margarita Gasparjan kam.

Görges gegen Freundin Petkovic

Nun ist Gerlach in einer etwas seltsamen Lage, der DTB hat ihn zwar aushilfsweise zur dezidierten Betreuung von Görges bei den Turnieren in Linz und Luxemburg abgestellt. Aber in der nächsten Partie geht es für Görges gegen Freundin und Landsfrau Andrea Petkovic – und da ist Gerlach, der Nationaltrainer, dann schon zur Objektivität verpflichtet. Er wird sich also auf neutralem Terrain aufhalten müssen, wenn es genau wie im letzten Jahr zum Duell der beiden Deutschen kommt – 2018 hatten sich Görges und Petkovic schon in Runde eins gegenüber gestanden.

Genau wie Petkovic und Görges erreichte auch Laura Siegemund die zweite Runde – in einem Spiel, das eine verrückte Dramaturgie bot. Beim 6:2, 5:7, 7:5-Sieg gegen die Italienerin Fiona Ferro hatte besaß die Schwäbin frühzeitig drei Matchbälle. Doch nach den vergebenen Siegpunkten bei einer 6:2, 5:4-Führung (beim ersten Matchball musste die Deutsche einen Netzroller hinnehmen) wogte die Partie wild hin und her, zusätzlich angeheizt wurde das Geschehen durch einige zweifelhafte Schieds- und Linienrichterentscheidungen. Siegemund schimpfte immer wieder mit dem Unparteiischen, blieb aber trotz immer neuer Rückschläge drin im Spiel, steckte sogar einen 2:4-Rückstand im dritten Satz weg und wehrte ihrerseits zwei Matchbälle von Ferro ab. Ihr eigener vierter Matchball brachte sie schließlich in die zweite Runde.

Hier das Einzel-Tableau in Linz

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08.10.2019, 17:54 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.10.2019, 17:56 Uhr

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