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Kafelnikov über Medvedev - „Es war absolut ein Sieg“

Die beiden ehemaligen russischen Branchenleader Yevgeny Kafelnikov und Marat Safin konnten sich an der Leistung ihres Landsmannes Daniil Medvedev im Endspiel der US Open erfreuen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.09.2019, 14:11 Uhr

Da konnte noch niemand den Instant Classic erahnen
© Jürgen Hasenkopf
Da konnte noch niemand den Instant Classic erahnen

Als Marat Safin im Endspiel der US Open 2000 überraschend glatt in drei Sätzen gegen Pete Sampras gewann, da war Daniil Medvedev gerade mal zarte vier Jahre alt. Eher unwahrscheinlich also, dass der aktuelle Weltranglisten-Vierte sich das Match spätabends im TV angesehen hat. 19 Jahre später hat Safin sehr wohl jeden Ballwechsel seines Landsmannes im epischen Endspiel gegen Rafael Nadal verfolgt. Das verriet Yevgeny Kafelnikov, selbst zweimaliger Grand-Slam-Champion (Roland Garros 1996, Australian Open 1999) der Website der ATP.

„Wir haben uns gegenseitig Textnachrichten geschickt, zuerst mit dem Tenor: `Das könnte nun schnell vorbei gehen, nachdem er den ersten Satz verloren hatte´“, so Kafelnikov. „Aber nach dem dritten Satz dachten wir langsam: `Wow, das wird nun interessant´“. Und natürlich hätten die beiden russischen Legenden nach dem Satzausgleich an die ganz große Sensation geglaubt. „Wir haben gesagt: `Er gewinnt das Match´. Weil Daniil zu Beginn des fünften Satzes das Match total unter Kontrolle hatte.“ Schließlich vergab der 23-Jährige aber einen Breakball zum 2:0. Und gab daraufhin sein Service nach 40:0-Führung ab.

Medvedev kann sein Spiel steigern

„Ein Match, das man fast verloren hat, so zu drehen, dass man es fast gewonnen hat - und es dann dennoch zu verlieren, das ist natürlich hart. Am Ende des Tages aber, war das absolut ein Sieg für Daniil“, so Kafelnikov weiter. „Ich bin mir sicher, er hat daraus Erfahrung gewonnen. Ich hatte gehofft, dass es nicht das letzte Mal sein würde, dass er an einem Grand-Slam-Finale teilnimmt. Aber nach dem, was ich am Sonntag gesehen habe, bin ich mir sicher, dass er noch viele, viele Chancen bekommen wird.“

Medvedev habe gezeigt, dass er genug Selbstvertrauen habe, die ganz Großen zu besiegen. „Aktuell ist es offensichtlich, dass er gegen die Top-Gegner noch in einen höheren Gang wechseln kann“, sagte Kafelnikov. „Er hat das in diesem Sommer gegen Djokovic gezeigt, und auch am Sonntag gegen Rafa, dass er sein Spiel steigern kann. das hatte ich davor nicht von ihm gesehen. Ein Zeichen dafür, dass er reifer geworden ist. Daniil gehört im Moment ganz sicher unter die Top Fünf.“

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Mittwoch
11.09.2019, 19:02 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.09.2019, 14:11 Uhr

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