„Kein Groll“ zwischen Sinner und Ex-Physiotherapeut Naldi
Giacomo Naldi, Ex-Physiotherapeut Jannik Sinners, sprach in einem Interview über den Doping-Eklat und die aktuelle Beziehung zur Nummer 2 der Welt.
von Johanna Brauer
zuletzt bearbeitet:
26.09.2025, 16:48 Uhr

Jannik Sinner holte sich erst Anfang der Woche den erfahrenen Physiotherapeuten Alejandro Resnicoff ins Team. Unterdessen ist auch Giacomo Naldi, Sinners ehemaliger Physiotherapeut, zurück im Tenniszirkus angekommen: Er reiste an der Seite von Francesco Passaro (Weltrangliste 139) zu den US Open.
Naldi war damals einer der Hauptverantwortlichen, die im Zusammenhang mit der Situation um Sinner beschuldigt wurden, und kämpft noch immer mit den Folgen: „Ich habe mich nie ausführlich dazu geäußert und werde das auch niemals tun. Aber die ganze Geschichte hat mir sehr wehgetan, als Mensch und als Profi“, erklärte er in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport. „Ich war sehr froh, wieder auf die Tour zurückzukehren und die Atmosphäre eines Grand Slams zu erleben. Der Empfang war von allen Seiten hervorragend – von Spielern, Trainern und Fitnesstrainern.“
Naldi über die Beziehung zu Sinner: „Die menschliche Verbindung bleibt“
Auch während des gesamten Prozesses habe Naldi stets ein gutes Verhältnis zu Sinner gehabt. Und obwohl er nicht mehr Teil des Teams ist, sei die Verbindung weiterhin herzlich: „Darüber hinaus bleibt die menschliche Verbindung nach einem Fall, der uns beide betraf. Es war nur eine unglückliche Reihe von Zufällen – dessen sind wir uns bewusst“, so Naldi.
Trotz der beendeten Zusammenarbeit gebe es also keine negativen Gedanken – weder gegenüber Sinner noch dessen Team: „Was passiert ist, kann nicht geändert werden, aber wir müssen nach vorne schauen. Das Leben geht weiter.“ Nach dem Bekanntwerden des Doping-Vergehens trennte sich Sinner von Naldi und Fitnesstrainer Umberto Ferrara. Letzterer ist mittlerweile wieder an Bord.
