„Keine Beine“ - Braucht Alexander Zverev eine Pause?
Alexander Zverev hat nach seinem Ausscheiden beim ATP-Tour-500-Turnier in München eine gewisse Müdigkeit konstatiert.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
18.04.2026, 19:45 Uhr

Alexander Zverev hat im Jahr 2026 schon ziemlich viel Tennis gespielt, was ja auch ein Ausweis dafür ist, dass es ganz gut läuft in dieser Saison. Bei den Australian Open, in Indian Wells und in Miami stand Zverev jeweils im Halbfinale, das würde wohl jeder Profi auf der ATP-Tour, der nicht Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz heißt, nehmen.
Andererseits liest sich die Bilanz der letzten Halbfinalpartien von Alexander Zverev nicht gerade prickelnd: Lediglich ein einziges Mal konnte er ein Match in der Vorschlussrunde eines Turniers bei den letzten zehn Versuchen gewinnen. Das war im vergangenen Jahr in Wien, wo er dann aber Sinner unterlag.
Am heutigen Freitag in München habe er gegen Flavio Cobolli einfach „keine Beine“ mehr gehabt, erklärte Zverev nach seiner 3:6, 3:6-Niederlage. So etwas ist gegen einen Dynamiker wie Cobolli natürlich eher schwierig. Vor allem auch dann, wenn man als Rückschläger so gut wie nichts angeboten bekommt. Tatsächlich hat Cobolli die Ass-Wertung mit 7:0 gewonnen, darauf ist man vor der Partie sicher nicht gekommen.
Zverev wird auch 2027 in München eingeladen werden
Nun hat Zverev nach eigener Rechnung sechs Tage Pause, bis es in Madrid weitergeht. Danach sind Starts in Rom und auch Hamburg geplant, ehe es bei den French Open mal wieder um alles geht. Ob er denn wirklich auch alles spielen werde? „Mal schauen.“
Die großen Konkurrenten Alcaraz und Sinner würden es schlauer machen, so Zverev. Was faktisch stimmt. Aber auch nur die halbe Wahrheit ist: Denn Carlos Alcaraz wäre liebend gerne in Madrid angetreten - und nicht wie schon im letzten Jahr verletzungsbedingt als Zaungast das größte Tennisevent in seinem Heimatland beobachtet.
Ob er denn im kommenden Jahr wieder in München spielen werde, wurde Zverev auch gefragt. „Wenn ich eingeladen werde: ja“, war die Antwort. Davon ist auszugehen. Ob es der Sache dienlich ist, danach auch wirklich noch jede Woche bei einem Turnier anzutreten, ist eine andere Frage. Und diese „Sache“ ist eben der Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.
Hier das Einzel-Tableau in München
