Auch mit Motivator Dier: Erneute Erstrundenpleite für Kerber

Nach ihrem enttäuschenden Aus bei den US Open hat Angelique Kerber auch unter Interimstrainer Dirk Dier die erhoffte Wende verpasst. 

von SID
zuletzt bearbeitet: 10.09.2019, 17:06 Uhr

Angelique Kerber beim Hopman Cup in Perth
© Jürgen Hasenkopf
Angelique Kerber

Angelique Kerber kämpfte, hatte einen Matchball, doch am Ende schlich sie wieder als Verliererin vom Platz. Die ehemalige Weltranglistenerste wartet nach einem dramatischen Spiel auch unter Interimstrainer Dirk Dier weiter auf ihren ersten Sieg seit zwei Monaten. Die 31 Jahre alte Kielerin erlebte beim Hartplatzturnier im chinesischen Zhengzhou beim 7:5, 4:6, 6:7 (6:8) gegen die Amerikanerin Alison Riske ihre vierte Erstrunden-Niederlage in Folge.

Dier verstand sich vor allem als Motivator für die dreimalige Grand-Slam-Siegerin. "Das machst du sehr gut", sagte der neben Kerbers Bank hockende 47-Jährige nach dem ersten Satz: "Wir bleiben zäh". Auch danach strahlte Dier positive Energie aus und beklatschte in der Box erfolgreiche Aktionen lautstark.

Kerber schien davon zunächst beflügelt. Nach einer 2:0-Führung im zweiten Satz gingen allerdings vier Spiele in Folge verloren, es mangelte ihr sichtlich an Selbstvertrauen. Dier blieb dennoch positiv und suchte immer wieder den Blickkontakt mit Kerber.

"Wir fighten, bis wir das Ding gewonnen haben", sagte Dier im dritten Durchgang. Kerber kämpfte sich in den Tiebreak und hatte bei 6:5 einen Matchball. Doch am Ende erlebte sie bei dem mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier einen weiteren Rückschlag - dabei hatte sie nach 2:50 Stunden zwei Punkte mehr gewonnen als ihre Gegnerin.

Dier soll während der Asien-Tour bei Kerber bleiben

Schon bei den US Open war Kerber an ihrer Auftakthürde Kristina Mladenovic (Frankreich) gescheitert. Anschließend musste sie sich viel Kritik gefallen lassen. "Wenn jetzt nicht der Groschen fällt, wann dann?", fragte beispielsweise Tennis-Ikone Boris Becker in seiner Funktion als Eurosport-Experte. Auch Barbara Rittner, inzwischen Damen-Chefin im Deutschen Tennis Bund (DTB), gab zu, "kein gutes Gefühl" zu haben, "wenn nicht bald jemand an ihrer Seite ist".

Mit Dier arbeitete Kerber schon beim Fed-Cup-Team regelmäßig zusammen, wo der gebürtige Saarländer unter Rittner und nun unter Jens Gerlach als Co-Trainer fungiert. Dier war ab 1990 zehn Jahre lang Profi, seine beste Weltranglistenplatzierung war Rang 118 im April 1996. In der Vergangenheit betreute er als Coach unter anderem die Doppel-Spezialistin Anna-Lena Grönefeld (34/Nordhorn).

Doch der Ex-Profi ist zunächst nur als Interimslösung geplant. Wie Kerbers Management dem SID bestätigte, soll Dier die strauchelnde Spitzenspielerin zumindest während der Asien-Tour betreuen.

Siegemund in Hiroshima weiter

Unterdessen hat Laura Siegemund (Metzingen) beim Hartplatzturnier im japanischen Hiroshima das Achtelfinale erreicht. Die an Position acht gesetzte 31-Jährige setzte sich zum Auftakt des mit 225.000 Dollar dotierten Turniers gegen die Russin Valeria Savinykh mit 6:4, 6:1 durch und trifft in der nächsten Runde auf die Rumänin Patricia Maria Tig.

Tatjana Maria ist dagegen an ihrer Auftakthürde gescheitert. Die 32-Jährige aus Bad Saulgau unterlag der Japanerin Kurumi Nara 4:6, 4:6.

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von SID

Dienstag
10.09.2019, 16:12 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.09.2019, 17:06 Uhr

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