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Kitzbüheler Star-Aufmarsch endet ohne Sieger

Es war das am hochkarätigst besetzteste Turnier der HTT Kitzbühel Historie, und wohl das mit Abstand...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 06.08.2021, 16:18 Uhr

Es war das am hochkarätigst besetzteste Turnier der HTT Kitzbühel Historie, und wohl das mit Abstand beste Turnier das der TC Going in seiner Geschichte je gesehen hat. Zum großen Jubiläum – die Peugeot Hobby-Tennis-Tour war in der letzten Juli-Woche zum 10. Mal im Rahmenprogramm des ATP 250 Turniers in Kitzbühel mit von der Partie – gab es den großen Aufmarsch der HTT-Superstars, angeführt vom 3fachen Kitz-Champion und Ranglisten-Ersten Damian Roman. Nur Sieger gab es am Ende keinen. Erstmals in der Open Ära des Alpenklassikers am Fuße des Wilden Kaisers blieb der riesige Silber-Pott in der Vitrine des HTT Veranstalters. Warum die HTT Generali Open 500 heuer ohne Sieger zu Ende gingen, hat C.L im nachfolgenden Report aus Kitzbühel zusammen gestellt.

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Dauerregen verhindert Finale der HTT Generali Open 500

Der große Regen hat am vergangenen Wochenende massiv Einfluß auf den Ausgang der 10. Auflage der HTT Generali Open 500 in Kitzbühel genommen. Nachdem die ATP-Profis am Centercourt ihr Endspiel am Samstag spät Nächtens und unter Mithilfe einer Regenplane im Stadion am letzten Drücker ins Trockene brachten, ging das Pendant der besten Hobbyspieler des Landes im wahrsten Sinne des Wortes “baden”. Trotz Zuwartens am samstägigen Finaltag und einer Verschiebung auf den Sonntag, am Ende nützte Alles nichts! In Tiroler Unterland hatte es sich über Nacht regelrecht eingeregnet. Eine Austragung “Indoor in Tirol”, eine Verlegung nach Wien in die Halle, mit den beiden Finalisten Simon Linha & Diego Laporta wurden sämtliche Optionen diskutiert, doch die beiden HTT-Stars einigten sich schließlich darauf, dass es 2021 kein Finale und damit auch keinen Kitzbühel-Sieger geben würde. “Es ging mir um das Erlebnis hier in Kitzbühel im Stadion zu spielen. Wir haben bis zum letzt möglichen Termin gewartet. Irgendwie sollte es nicht sein”, betonte Diego Laporta, ehe er sich in wärmere Gefilde nach Spanien verabschiedete.

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Die positiven Erscheinungen der HTT Kitzbühel-Woche

Ein Blick zurück auf das mit HTT Topstars gespickte Feld sei dennoch gestattet. Zu den positiven Erscheinungen muss man die vier Semifinalisten zählen. Simon Linha hatte sich im Verlauf der Turnierwoche zum dritten Mal in Serie für das Semifinale in Kitzbühel qualifiziert, und dort in einem Tie-Break-Krimi gegen Roman-Bezwinger Sebastian Wojta sein Finalticket gelöst. Ob es zum Titel gereicht hätte? Viele Insider sagen ja, denn Diego Laporta hat in der Kitzbühel-Woche nicht immer überzeugt, und mit mehr Kampf & Krampf als mit spielerischer Brillanz das Endspiel am Fuße des Hahnenkamms erreicht. Nur gegen den Qualifikanten Jonah Modlik ging es dem 18jährigen leicht von der Hand. Im Viertelfinle leistete Doppelspezialist Christoph Csar vom TC Kalksburg erbittert Widerstand, und im Semifinale gegen den Vorarlberger Shootingstar Tobias Fürschuss profitierte der HTT US-Open-Sieger bei seiner Kitz-Premiere vom physischen Einbruch des Generali Race-Champions aus dem Ländle. Fürschuss selbst war “die große Nummer” in den 10 Tagen Going & Kitzbühel, am Ende ging dem 21jährigen aber wie erwähnt gegen Diego Laporta das Gas aus. Einen bärenstarken Eindruck hinterließ auch noch Sebastian Wojta. Der 18jährige hatte zum Auftakt den Lokalmatador Andreas Schuler in zwei Sätzen bezwungen, ehe er im Viertelfinale gegen den 3fachen Kitz-Champion und frischgebackenen HTT Wimbledonsieger Damian Roman nach Abwehr einen Matchballes das Match des Turniers ablieferte, und mit seinem dritten Semifinale 2021 auf der Peugeot Hobby-Tennis-Tour in der Jahreswertung “Race to La Ville” auf dem ausgezeichneten fünften Zwischenrang liegt.

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Roman, Zehetner, Sagasser, die Verlierer der Kitzbühel-Woche 2021

Die Enttäuschungen des Turniers sind auch schnell aufgezählt: Damian Roman verpasste mit vergebenem Matchball im Viertelfinale gegen Sebastian Wojta sein achtes HTT Kitzbühel-Semifinale beim neunten Antreten in der Gamsstadt. Die Nummer 1 kann sich aber auch nach dem verpatzten “Tiroler Ausflug” mit verpasstem vierten Kitz-Titel weiter über mehr als 3.300 Punkte Vorsprung in der HTT Computer-Rangliste freuen. Auch der zweite mehrfach Kitzbühel-Champion Martin Zehetner musste vorzeitig die Segel streichen. Bei seinem Comeback nach 5 Jahren Kitz-Absenz, ging für den Sieger 2016 und 2016 im Viertelfinale gegen Tobias Fürschuss eine 10 Siege in Serie andauernde Erfolgsbilanz in den Tiroler Bergen zu Ende. Und der Titelverteidiger? War der überhaupt heuer in Kitzbühel? Ja, gleich am Eröffnungstag musste sich der umjubelte Vorjahressieger Felix Sagasser im Schlagerspiel gegen Simon Linha geschlagen geben.

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Kurioser Weise erwischte es mit dem 500er-Turnier ausgerechnet jenen Bewerb, der unter Woche der am weitesten fortgeschrittene im Raster war.

 

 

 

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