Kostyuk findet berührende Worte zur Ukraine, Sabalenka applaudiert
Marta Kostyuk hat nach dem Endspiel des WTA-Tour-500-Turniers in Brisbane den Fokus für ein paar Momente in ihr Heimatland verlegt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
11.01.2026, 20:14 Uhr

Nein, es hat keinen Handschlag nach dem gestrigen Endspiel in Brisbane zwischen Marta Kostyuk und Aryna Sabalenka gegeben. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 verweigern die meisten ukrainischen Spielerinnen diesen Handschlag, wenn es gegen Kontrahentinnen aus Russland oder Belarus geht.
Marta Kostyuk ist da keine Ausnahme. Gemeinsam mit Elina Svitolina, die ein paar Stunden vor dem Brisbane-Finale in Auckland den Titel geholt hatte, sorgt sie am häufigsten dafür, dass das Leid in ihrem Heimatland nicht in Vergessenheit gerät.
Kostyuk erzählt von ihrer Schwester
So auch bei der Siegerehrung. Da bedankte sich Kostyuk zunächst bei Sponsoren, Fans und Ballkindern, um dann fortzufahren: „Ich möchte ein paar Worte zur Ukraine sagen. Ich spiele jeden Tag mit Schmerzen in meinem Herzen“, erklärte Kostyuk. „Es gibt Tausende Menschen, die gerade jetzt im Moment kein Licht und warmes Wasser haben. Draußen hat es minus 20 Grad. Es ist schmerzhaft, mit dieser Realität zu leben. Meine Schwester schläft unter drei Decken, weil es zuhause so kalt ist. Ich war sehr bewegt und glücklich, in dieser Woche so viele ukrainische Flaggen zu sehen.“
Aryna Sabalenka, die ihren Titel in Brisbane mit einem 6.4 und 6.3 verteidigt hatte, hörte sich die Worte ihrer geschlagenen Gegnerin an. Und applaudierte danach.
