Leere Ränge beim Frauen-Finale: Hallo, Rom - ist da wer?
Der Sport war grandios, die Besetzung der Tribüne nicht so sehr. So wird das nix mit einem Grand-Slam-Turnier in Italien.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
17.05.2026, 09:23 Uhr

Dass die Final-Begegnung zwischen Elina Svitolina und Coco Gauff eine sehr gute werden würde, das konnte man vielleicht nicht hundertprozentig sicher wissen, aber ahnen. Dass es dann ein ganz fantastisches Tennis-Match zu sehen gab: Gut für all jene, die es von zuhause aus verfolgt haben. Und jene aufrechten Tennisfans, die auf den Tribünen des Campo Centrale bis zum Ende dabei waren.
Alleine: Gerade auf den teuren Plätzen klafften da Löcher auf, die kein gutes Licht auf das römische Publikum warfen. Denn beim Auftritt von Jannik Sinner war die Hütte doch noch voll! Und als die Tickets in den Vorverkauf gingen, da war für diesen Samstag ja gar kein Auftritt des Lokalmatadors vorgesehen. Eben der kam ja nur zustanden, weil es am Freitag nicht mehr weiterging. Dem Regen geschuldet.
Gauff ein globaler Superstar
An der Besetzung des Endspiels der Frauen kann es nicht gelegen haben: Coco Gauff ist einer von maximal drei globalen Superstars der WTA-Tour (die anderen beiden wirklich noch aktiven wären wohl Aryna Sabalenka und Naomi Osaka). Und Elina Svitolina hat im Foro Italico doch so etwas wie Hausrecht. Schließlich konnte die Ukrainerin dort schon zweimal den Titel holen. Nach dem Spektakel gestern steht Svitolina bei drei Championships.
So wird das nix mit der Ambition, das 1000er in Rom zu einem Grand-Slam-Turnier aufzuwerten. Abgesehen davon, dass der geneigte Tennis-Fachmann und die geneigte Tennis-Fachfrau so etwas gar nicht ernst nehmen könnte: in Melbourne, Roland-Garros, Wimbledon und Flushing Meadows sind die Tribünen beim Endspiel der Frauen immer voll besetzt.
