Ljubicic über extreme Bedingungen in Cincinnati: "Welcher andere Sport macht das?"
Die extreme Hitze setzt beim ATP Masters 1000-Turnier in Cincinnati einigen Profis sichtlich zu. Ivan Ljubicic, ehemalige Nummer drei der Welt und Ex-Coach von Roger Federer, hat sich nun in diesem Zusammenhang kritisch geäußert.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
13.08.2025, 16:06 Uhr

Die extremen äußeren Bedingungen fordern in Cincinnati ihren Tribut. So musste etwas der Franzose Arthur Rinderknech aufgeben, nachdem er in seinem Drittrunden-Match gegen Felix Auger-Aliassime kurz vor dem Kollaps stand.
Der Umstand, dass auf den Gesundheitszustand der Akteure offenbar zu wenig geachtet wird, hat bereits einige Kritiker auf den Plan gerufen. Ivan Ljubicic hat sich nun in die Reihe der besorgten Stimmen eingereiht.
Der ehemalige Weltranglisten-Dritte und Ex-Coach von Roger Federer meinte auf X: "Niemand gewinnt, wenn Spieler aufgrund extremer Bedingungen ohnmächtig werden … Welche andere Sportart macht das? Von den Spielern wird verlangt, Tag für Tag unter solchen Bedingungen anzutreten … Das hat nichts mit Fitness zu tun.“
Interessant auch die Repliken unter dem Posting. So meinte etwa Ex-Profi Mardy Fish: "Ich denke eigentlich, dass es da wirklich um die Fitness geht. Das Problem ist, dass du dich nicht auswechseln lassen kannst, wenn dir die Bedingungen zusetzen. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen. Es ist eine Frage der Fitness."
Ein Blick auf weitere Antworten zeigt, dass Fish nicht der Einzige ist, der in diesem Zusammenhang relativ wenig Mitleid mit den Profis hat. Andere User hielten wiederum dagegen, dass es nicht schön anzusehen sei, wenn ein Tennismatch aufgrund der äußeren Bedingungen entschieden werde.
Es bleibt abzuwarten, ob die ATP in Zukunft auf die zahlreichen Wetter-bedingten Aufgaben reagiert und eventuell die - derzeit nicht wirklich wirksamen - Hitze-Regeln nachschärft.
Hier das Einzel-Tableau in Cicinnati
