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Lleyton Hewitt und Pat Cash trauen Dominic Thiem einiges zu bei den French Open

Mit Pat Cash und Lleyton Hewitt trauen gleich zwei australische Tennislegenden Dominic Thiem zu, die Dominanz von Seriensieger Rafael Nadal bei den French Open zu durchbrechen.

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 11.02.2020, 07:48 Uhr

Pat Cash sieht Thiem als offensichtlichen Erben von Rafael Nadal in Roland Garros, auch Lleyton Hewitt traut dem Österreicher heuer einiges zu.
Pat Cash sieht Thiem als offensichtlichen Erben von Rafael Nadal in Roland Garros, auch Lleyton Hewitt traut dem Österreicher heuer einiges zu.

2005 war ein Jahr, das die Veranstalter der French Open wohl nicht so schnell vergessen werden. Ein erst 19-jähriger Mallorquiner kam in diesem Jahr zum ersten Mal in die französische Hauptstadt, um an den French Open teilzunehmen. Sein Name: Rafael Nadal. Was folgte war ein unfassbarere Siegeslauf: 95 Matches bestritt Rafael Nadal in Roland Garros - 93 Mal konnte er den Platz als Sieger verlassen. Lediglich Novak Djokovic und Robin Söderling konnten den Sandplatzkönig "in dessen Wohnzimmer" bezwingen. Deswegen ist es auch kaum verwunderlich, dass der Spanier zwölf seiner 19 Grand-Slam-Trophäen aus Paris mit nach Hause genommen hat. 

Seit nunmehr zwei Jahren gibt es aber einen neuen Stern am Sandplatz-Himmel: Dominic Thiem. Der Österreicher erreichte 2018 und 2019 das Finale, zog aber jeweils gegen den Dominator aus Mallorca den Kürzeren. Zu sicher, zu druckvoll, zu selbstbewusst agiert Rafael Nadal bei den French Open. Dass Dominic Thiem aber dennoch das Zeug hat, Rafael Nadal auch in Paris zu bezwingen, davon sind nun zwei australische Tennislegenden überzeugt. Zum einen Pat Cash, der gegenüber BBC Radio 5 Live feststellte: "Er (Anm. Dominic Thiem) ist der offensichtliche Erbe von Rafa in Roland Garros. Er ist der Einzige, der so aussieht, als könnte er Nadal stoppen. Ich glaube, dass er nicht weit davon entfernt ist, Rafa auf dem Court Philippe Chatrier über fünf Sätze auszuschalten."

Djokovic und Thiem kennen das Gefühl

Einen Rafael Nadal in Topform zu bezwigen, sieht der Wimbledon-Sieger von 1987 indes als sehr unwahrscheinlich: "Niemand wird Rafael Nadal dort schlagen, wenn er in Topform ist. Aber er wird nicht immer in Topform sein." Zum anderen traut auch Lleyton Hewitt dem Österreicher zusammen mit dem Weltranglistenersten, Novak Djokovic, bei den French Open einiges zu: "Novak Djokovic kann in Paris jetzt absolut gewinnen. Du musst beide Australian-Open-Finalisten berücksichtigen. Auch Dominic Thiem wird in Roland Garros eine wirkliche Gefahr sein. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich sagen, dass die beiden Australian-Open-Finalisten zusammen mit Rafael Nadal die Favoriten in Roland Garros sind."

Wie eingangs erwähnt ist Novak Djokovic einer von nur zwei Spielern, die von sich behaupten können, Rafael Nadal bei den French Open bezwungen zu haben. 2015 nämlich, als der Serbe den Spanier im Viertelfinale aus dem Turnier kegelte, das Turnier aber dennoch nicht für sich entscheiden konnte. Das tat damals Stan Wawrinka, der Djokovic im Finale besiegen konnte. Und auch Dominic Thiem weiß seit den Australian Open 2020, wie es sich anfühlt, Rafael Nadal in einem Best-of-Five-Match zu bezwingen. Die Chancen auf einen Überraschungssieger in Roland Garros 2020 sind also wohl so groß, wie schon lange nicht mehr. Aber wie Pat Cash (wohl) richtig sagte: "Niemand wird Rafael Nadal dort schlagen, wenn er in Topform ist."  

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