Lucky Loser Gea – der nächste „Arthur“ rollt das Feld auf
Als Lucky Loser konnte sich Arthur Gea bereits bis ins Achtelfinale der US Open 2026 vorspielen. Doch so ganz überraschend kommt der Vormarsch nicht – und das nicht nur aufgrund seines Vornamens.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
06.09.2026, 13:43 Uhr

Als französischer Tennisprofi scheint es beinahe schon ein gutes Omen zu sein, wenn sich die Eltern bei der Auswahl des männlichen Vornamens ihres Sprösslings auf Arthur geeinigt haben. So ist nicht nur die aktuelle Nr. 1 der Franzosen Arthur Fils damit ausgestattet, sondern auch die Nr. 3 des Landes mit Arthur Rinderknech.
Als siebtbeliebtester Vorname des Jahres 2025 in Frankreich, erhoben durch das „Institut national de la statistique“, scheint es zumindest eine statistische Erklärung zu geben, warum dieser Name aktuell bei französischen Profispielern gehäuft auftaucht. Rein spekulativ mutet da an, ob tennisbegeisterte Eltern die Tradition der US-amerikanischen Tennislegende Arthur Ashe durch die Benennung ihres Nachwuchses weiter fortleben lassen wollten. Besonders visionär zeigte sich anno dazumal Boris Becker, der die letztjährigen Leader in der Namensrangliste „Gabriel“ und „Noah“ gleich beide an den Erstgeborenen weitergab.
Doch schon früh ließ der 21-jährige Gea sportliche Taten sprechen. Bei den Junioren spielte er sich bis auf Position 8 der Weltrangliste und lieferte sein bestes Resultat in Form eines Halbfinals ausgerechnet in New York ab, wo er nun bereits das beste Major-Ergebnis seiner Karriere erreichen konnte. Auch zum letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres reiste die aktuelle Nr. 87 des Rankings mit einer sportlichen Empfehlung an. So konnte er in seinem letzten Turnier davor im mexikanischen Los Cabos mit einem Finalsieg gegen den Kanadier Denis Shapovalov seinen Premierentitel auf der ATP-Tour einfahren.
Auch vom kleinen Betriebsunfall in der Qualifikation, als er sich in der Finalrunde dem US-Amerikaner Nishesh Basavareddy glatt geschlagen geben musste, ließ er sich nicht aus der Bahn bringen. Nachgerückt als Lucky Loser, demonstrierte er seinen unbändigen Kampfgeist. Nach einem Fünfsatz-Erfolg zum Auftakt gegen den Argentinier Juan-Manuel Cerundolo ließ er einen Viersatz-Sieg gegen den US-amerikanischen Altmaier-Bezwinger Svajda folgen, ehe er bei seinem Drittrunden-Coup gegen dessen Landsmann Michael Zheng erneut über die volle Distanz triumphieren konnte.
Auch wenn die beiden Yongster Gea und Fils noch einige erfolgreiche Jahre auf der Tour verbringen dürften, könnte bereits schon der nächste tennisambitionierte Arthur in Frankreich in den Startlöchern stehen. Der “dritte” Gea aber wird erstmal sein Glück weiter im Big Apple versuchen. Und die Chancen gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp dürften in der Runde der letzten 16 gar nicht so schlecht stehen.
Hier das Einzel-Tableau der Herren aus New York
