Madrid: Stell Dir vor, es ist 1000er - und keiner schaut zu!
Der Zuspruch der Zuschauer für ein Viertelfinale bei einem 1000er-Turnier war am Mittwochabend in Madrid sehr bescheiden. Schuld daran könnte der Fußball haben.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
30.04.2026, 08:26 Uhr

Marta Kostyuk, Linda Noskova, Arthur Fils und Jiri Lehecka mögen (noch) nicht ganz zu den Superstars der Tennisszene sehen. Aber alleine der Umstand, dass diese vier Tennisprofis allesamt das Viertelfinale in Madrid erreicht haben, verdient Respekt. Der sich durchaus auch in vollen Tribünen ausdrücken könnte.
Nicht so aber am Mittwochabend. Da hätten Kurzentschlossene ohne Probleme an Karten kommen. Viele Karten.
Zugegeben: Die äußeren Umstände waren alles andere als freundlich. Die, die da waren, hatten allesamt die sogenannte Übergangskleidung angelegt. Und zwar jene für den Übergang in den Winter. Und Marta Kostyuk hatte nach ihrem Sieg ja auch erklärt, dass der Wind und die Kälte das Tennisspiel an diesem Abend ein bisschen zur Lotterie machten.
Konkurrenz von Atletico
Auch eine Rolle könnte aber gespielt haben, dass gar nicht so wenige Kilometer Luftlinie entfernt (der Autor hat dies schon mal persönlich erfahren) einer der beiden großen Clubs aus Madrid um den Einzug ins Endspiel in die Champions League spielte. Und das Estadio Metropolitano von Atletico Madrid bietet ja immerhin 70.692 Fans Platz.
In der Caja Magica braucht es deutlich weniger. Aber nicht einmal die konnten sich am Mittwochabend aufraffen. Und wenn so wenige Menschen da sind, dann bringt es die Konstellation im Zauberwürfel mit den vielen Boxen mit sich, dass die Stimmung dem gebotenen Tennis nicht gerecht wurde. Dafür hätte man schon das Match zwischen Rafael Jodar und Jannik Sinner für den Abend ansetzen müssen. Aber Sinner wollte ja ohnhin auch zum Champions-League-Match …
