WTA Masters Madrid: Potapova sensationell im Halbfinale - Packender Krimi gegen Pliskova

Neo-Österreicherin Anastasia Potapova hat erneut einen starken Auftritt hingelegt und steht sensationell im Halbfinale. Sie rang Karolina Pliskova nach hartem Kampf mit 6:1, 6:7, 6:3 nieder.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 29.04.2026, 15:28 Uhr

Anastasia Potapova siegt und siegt
© GEPA pictures
Anastasia Potapova siegt und siegt

Hier das Match zum Nachlesen in unserem RE-LIVE-Ticker

Nachdem Anastasia Potapova als Lucky Loser zuvor schon sensationell Jelena Ostapenko und die Weltranglistenzweite Jelena Rybakina rausgenommen hatte, kämpfte sie heute im Viertelfinale gegen die Tschechin Karolina Pliskova. Dabei erwischte Potapova einen Traumstart: Mit zwei von zwei gewonnenen Breakbällen tütete sie nach nur etwas mehr als 30 Minuten den ersten Satz mit 6:1 ein. Pliskova wurde förmlich überrollt.

Heißes Match im zweiten Satz

Im zweiten Satz fand die Tschechin etwas besser in die Partie. Lange war es ausgegelichen, auch wenn Potapova gefühlt immer näher am Break dran war und weniger zuließ. Das entscheidende Break zum 4:3 kam daher auch keineswegs überraschend, sondern war hochverdient.

Der Matchgewinn entwickelte sich dann aber noch zu einem wahren Krimi. Potapova kassierte nach zwei vergebenen Matchbällen ein Break zum 5:5. Österreichs Nummer eins ließ sich dadurch aber keineswegs aus der Ruhe bringen und breakte sofort zurück. Beim zweiten Versuch, das Match auszuservieren, schwächelte Potapova erneut. Nach Matchball gab es Breakball und es ging in den entscheidenden Tiebreak. Diesen entschied Pliskova nach einem Doppelfehler von Potapova für sich.

Mit Kampfgeist zum Sieg

Im dritten Satz verlor Potapova gleich ihr erstes Aufschlagspiel, breakte zurück und verlor danach auch ihr zweites Aufschlagspiel. Ausschlaggebend war, dass sie sich nicht mehr so gut bewegte wie in den Sätzen zuvor und dass sie ihren Rhythmus über den missglückten Tiebreak lange vergebens suchte. Aber auch diesmal gab sich Potapova noch lange nicht geschlagen. Sie breakte Pliskova noch zwei Mal und besiegelte das Match am Ende im dritten Satz mit 6:3. Damit zieht sie sensationell ins Halbfinale des Masters 1000 ein.

Aussicht auf den Turniergewinn?

Nach dem großen Favoritensterben (Nummer 1-5 sind allesamt raus: Sabalenka, Rybakina, Swiatek, Gauff, Pegula) ist für Potapova vielleicht sogar alles drin. Mirra Andreeva ist die einzige aus den Top 10, die noch im Turnier drin ist. Ein Wiedersehen mit ihr wäre erst im Finale möglich, käme Potapova aber gerade recht, um sich für das verlorene Finale in Linz zu rächen. Zuvor muss Potapova im Halbfinale allerdings gegen die Siegerin des Duells Marta Kostyuk gegen Linda Noskova ran.

Hier das Einzeltableau der Damen in Madrid

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
29.04.2026, 15:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 29.04.2026, 15:28 Uhr

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