Manas Dhamne – der indische Hoffnungsträger „made by“ Piatti
Im Finale des 50er-Turniers in Shymkent verpasste Manas Dhamne in Kasachstan gegen den Belgier Buvaysar Gadamauri zwar seinen ersten Titelgewinn auf der ATP-Challenger-Tour, dennoch wird dem Inder eine große Zukunft vorausgesagt. Bereits seit fünf Jahren wird der 18-Jährige gezielt in der Akademie von Riccardo Piatti für den Sprung in die absolute Weltklasse aufgebaut.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
03.05.2026, 12:43 Uhr

Alles andere als verkehrt erwies sich für den jungen Jannik Sinner im Alter von 13 Jahren der Weg nach Bordighera, um sich in der Akademie von Riccardo Piatti die Grundlagen für seine spätere Weltkarriere zu erarbeiten. Die Auswirkungen der jahrelangen Zusammenarbeit sind bekannt – mit bislang vier Major-Titeln dominiert der Südtiroler zusammen mit Carlos Alcaraz das Welttennis und führt aktuell seit seinem Triumph in Monte-Carlo die Weltrangliste wieder vor dem Spanier an.
Ebenfalls im Alter von 13 Jahren wagte der Inder Manas Dhamne den Sprung in die Akademie des italienischen Erfolgs-Trainers. Unter den Fittichen der Vermarktungs-Agentur IMG soll der 18-jährige nach den zahlreichen Grand-Slam-Erfolgen indischer Spieler im Doppel auch die lange Durststrecke der Nation aus Südasien beenden, die seit Vijai Armitraj, der es in der Weltrangliste auf Position 18 brachte, und Ramesh Krishnan als ehemalige Nr. 23 im Ranking auf große Titel im Einzel wartet. Als aktuell bester Spieler diesbezüglich kommt Sumit Nagal daher, der sich zwar bis Position 68 hochdienen konnte, damit aber seinen Zenit damit womöglich bereits erreicht haben könnte. So ist der 28-jährige momentan bis auf Platz 277 zurückgefallen.
Nachdem Dhamne es bei den Junioren bis in die Top 50 der Weltrangliste schaffte, wurde jedoch frühzeitig der Fokus auf sein aggressives Spiel für den Aufstieg bei den Herren gelegt. Dank zahlreicher Wildcards startete er dank Verbandsunterstützung in Indien und aufgrund der Piatti-Kontakte in Italien bereits mehrfach auf Challenger-Ebene. Zudem durfte er sich aufgrund der Einladung von IMG in Madrid und Miami bereits in der Qualifikation auf Masters-Ebene zeigen, wo er sich in Florida einem gewissen Rafael Jodar beugen musste. Im vergangenen Jahr konnte sich der Teenager im tunesischen Monastir bereits zwei Titel auf der ITF World Tennis Tour sichern und triumphierte zu Beginn dieser Saison beim 15er-Event in Kuwait – ironischerweise mit einem Finalsieg gegen Riccardo Piatti, dem Sohn seines großen Lehrmeisters.
Hier das Einzel-Tableau aus Shymkent
