Marathon-Mann Felix Auger-Aliassime denkt für 2023 eine Kategorie größer

Der Kanadier Felix Auger-Aliassime möchte in der kommenden Saison auch bei ATP-Masters-1000- und Grand-Slam-Turnieren um die Titel mitspielen.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 30.11.2022, 15:57 Uhr

© Getty Images
Felix Auger-Aliassime gehörte 2022 zu den Vielspielern der ATP-Tour

Felix Auger-Aliassime ist der Marathon-Mann der abgelaufenen Saison: Niemand der absoluten Topspieler hat 2022 so viele Matches ausgetragen wie der Davis-Cup-Held des vergangenen Wochenendes. Mit 87 Profipartien führt der Kanadier um zwei Auseinandersetzungen vor dem Griechen Stefanos Tsitsipas. Der letzte Podiumsplatz geht mit deutlicherem Rückstand an den Briten Cameron Norrie (75). Doch ist die Quanität wirklich so entscheidend? Rafael Nadal, aktuell die Nummer zwei im ATP-Ranking, hat es in der vergangenen Spielzeit - auch aufgrund einiger Verletzungen - lediglich auf 47 Konfrontationen gebracht.

Für 2023 steht der Plan von FAA jedenfalls schon fest: "Von jetzt an sind meine Ziele klar, nämlich die Masters-1000- und die Grand-Slam-Turniere zu gewinnen." Denn einen wichtigen Schritt hat der Mann aus Montreal bereits dieses Jahr geschafft: Endspiele zu gewinnen. Hatte Auger-Aliassime nämlich bis Anfang 2022 alle seiner acht Finalspiele jeweils verloren geben müssen, sackte der Schützling von Toni Nadal in der abgelaufenen Saison ganze vier Titel ein (Rotterdam, Florenz, Antwerpen, Basel).

Großer Respekt vor Alcaraz und Rune

"Wenn man ein Finale spielt, will man immer gewinnen. Aber man muss auch die positive Seite sehen: Um den Titel kämpfen zu können, ist ohnehin schon ein gutes Ergebnis." Es habe Zeiten gegeben, in denen er nicht gut genug gespielt habe, um den Sieg verdient zu haben. Aber er habe nie aufgegeben: "Ich denke, Belastbarkeit ist eine meiner besten Eigenschaften."

Selbst 22 Jahre alt, hat der Nordamerikaner jedenfalls vollsten Respekt vor den Top-Spielern, die vom Alter her gar noch jünger sind als er: "Ich habe Carlos (Anm.: Alcaraz) bereits geschlagen. Er hat enormes Potenzial und es ist beeindruckend, dass er mit 19 Jahren bereits die Nummer eins der Welt ist und ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat. Und da ist dann auch Holger, der ebenfalls  unglaubliche Leistungen vollbracht hat. Es wird toll, gegen sie um die wichtigsten Trophäen zu kämpfen."

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Mittwoch
30.11.2022, 21:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.11.2022, 15:57 Uhr

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