Martina Navratilova - „Serena sollte mehr Matches spielen“

In ihrer Kolumne für die Website der WTA seziert Martina Navratilova noch einmal das Finale von Wimbledon. Und blickt in die Zukunft.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 19.07.2019, 17:57 Uhr

Gibt es einen Plan B für Serena Williams?
© Getty Images
Gibt es einen Plan B für Serena Williams?

Es ist davon auszugehen, dass Martina Navratilova auch gönnen könnte. Ein neunter Einzel-Triumph von Roger Federer in Wimbledon hätte der legendären Linkshänderin wohl keinen Zacken aus deren Krone gebrochen. Zwei vergebene Matchbälle des Schweizers später aber steht vor der Zahl neun in Sachen Wimbledon-Erfolge immer noch nur der Name Navratilova.

Das besondere Augenmerk Martinas hat aber natürlich dem Finale der Damen zwischen Simona Halep und Serena Williams gegolten. Das überraschend klare Ergebnis wie auch den Spielverlauf wertet Navratilova als Zeichen für die Zukunft - für beide Spielerinnen.

Serenas Matchform war nicht gut genug

„Simona spielt lieber sicher, wie es ihrem Naturell entspricht“, schreibt Navratilova. „Aber sie ist mit einer positiven und, noch wichtiger, offensiven Einstellung in das Wimbledon-Finale gegangen. Und nachdem das gegen Serena so gut funktioniert hat, wie gut wäre es dann erst gegen andere Spielerinnen? Noch besser, glaube ich. Es wäre töricht, nicht wieder mit dieser Einstellung zu spielen.“ Der Triumph an der Church Road werde das Leben von Simona Halep jedenfalls deutlich mehr verändern als der Erfolg in Roland Garros vor etwas mehr als einem Jahr.

Zur Verliererin fällt Martina Navratilova Folgendes ein. „Serena sollte mehr Matches spielen, wenn sie die US Open und damit ihren 24. Major-Titel gewinnen möchte. Wenn man für die Geschichte spielt, dann kommt eine neue Dimension dazu, mit der sich die meisten Sterblichen nicht auseinandersetzen müssen. Und das zehrt noch mehr an den Nerven.“

„Was passiert, wenn Plan A nicht funktioniert?“, so Navratilova weiter. „Wenn die harten Bälle nicht funktionieren, muss Serena sich neu erfinden, den Ball länger im Spiel halten und die Gegnerin ins Laufen bringen. Aber man darf nicht vergessen: Dann muss man sich auch selbst besser bewegen. Und Serenas Matchform war dafür nicht gut genug.“ Die große Frage für den Sommer 2019 sei, ob Serena Williams einen Plan B entwickeln könne.

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Freitag
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