Zvonareva, Mannarino, Djokovic, Wawrinka: Wird 2026 zum Jahr der Oldies?
Die alten Herrschaften im Tenniszirkus trumpfen in dieser Saison bislang mächtig auf. Jüngstes Beispiel: Vera Zvonareva, die mit 41 Jahren die Top-100-Konkurrenz vermöbelt.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
09.02.2026, 10:12 Uhr

Zvonareva, aktuell die Nummer 584 im WTA-Ranking, ist zurzeit beim WTA-1000er-Turnier in Doha am Start und hat hier die zweite Runde erreicht: mit einem 2:6, 6:2, 6:3 über Payton Stearns, immerhin die Nummer 50 der Tenniswelt.
Nicht nur das: Die 41-Jährige hatte in Doha den Weg über die Qualifikation gehen müssen und bereits hier mit Shuai Zhang (WTA-Nr. 82) und Magdalena Frech (WTA-Nr. 60) zwei Top-100-Gegnerinnen besiegt.
Dass sie das Zeug dazu hat? Weiß man. Zvonareva ist die ehemalige Nummer 2 der Tenniswelt und Wimbledon- sowie US Open-Finalistin. Allerdings ist das schon ein Weilachen her, 2010 war's. Danach hatte die Russin immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, 2016 kam zudem ihre Tochter auf die Welt. Vor allem im Doppel mit Laura Siegemund spielte Zvonareva anschließend erfolgreich. Nach einer erneut längeren Auszeit war sie erst im Herbst 2025 wieder auf die Tour zurückgekehrt, und auch das eindrucksvoll.
In Doha geht's nun im Generationenduell gegen die Weltranglisten-13. Victoria Mboko (19 Jahre jung).
Djokovic und Wawrinka? Ohnehin ohne Worte
Zvonareva ist jedoch nicht die Einzige, die in 2026 noch mal in Retro-Form scheint. Erst am Wochenende hatte Sorana Cirstea (35 Jahre) den Turniersieg in Cluj-Napoca geholt - Cirstea will nach dieser Saison ihre Karriere beenden. Und das, wenn's so weitergeht, auf einem neuen Hoch: Im neuen WTA-Ranking wird sie auf Rang 31 geführt werden, ihr bisheriges Career-High von Platz 20 scheint da in Reichweite.
Und sonst? Hat Adrian Mannarino, 37 Jährchen jung, gerade erst mal wieder ein Finale erreicht, beim Heimspiel in Montpellier, und sich damit knapp hinter die Top 50 gespielt. Nachdem er infolge seiner grauenhaften 2024er-Saison aus den Top 100 gepurzelt war.
Die Leistungen von Novak Djokovic (Australian-Open-Finale mit 38 Jahren!) und Stan Wawrinka (3. Runde in Melbourne mit 40 Jahren) haben wir ja zuletzt schon ausführlich gewürdigt.
Was 2026 wohl noch alles bereit hält für die Oldies? Venus Williams ist ja mit 45 Lenzen weiter aktiv. Und Schwester Serena (44 Jahre alt) scheint es mit einem Comeback ja nun tatsächlich ernst zu meinen, in welcher Form auch immer.
