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Masters 2012 – die letzte große Party

Eigentlich hätte 2012 ja die Welt untergehen sollen! Das Ende des Maja-Kalenders galt für Weltunterg...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 29.11.2021, 01:18 Uhr

Eigentlich hätte 2012 ja die Welt untergehen sollen! Das Ende des Maja-Kalenders galt für Weltuntergangs-Verschwörer als sicheres Indiz für den Weltuntergang im Dezember 2012. Die Apokalypse blieb freilich aus, und aus dem prophezeiten Ende der Welt wurde lediglich das Ende einer HTT-Ära. Letztmalig wurde das im Round Robin Modus ausgetragene Saisonfinale der Top 8 unter dem Titel “Masters” ausgetragen. Und im Dezember 2012 endet irgendwie auch die Ära des Franz Mayrhuber als Sieger bedeutender HTT-Events. Sein zweiter Masters-Erfolg nach 2009 sollte für den damals 47jährigen der letzte große Titel seiner außergewöhnlichen und erst in späten Jahren in Schwung gekommenen Karriere sein. Der Rückblick auf ein enttäuschendes Saisonabschlussturnier von 2012 von C.L

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Die Finalschmach vom 5. Dezember 2012

95 unforced errors hatten der damalige Ranglisten-Erste Franz Mayrhuber und HTT Olympiasieger Patrick Wiesmühler im katastrophal schwachen und mega enttäuschend verlaufenden Endspiel der 23. Masters-Auflage im UTC La Ville in exakt 150 Ballwechseln produziert, und damit sinnbildlich den Haken hinter ein Turnier gemacht, das in seiner Nachbetrachtung einem Tennisfest zum Saisonabschluss vom ersten Aufschlag weg bis zur Siegerehrung nicht gerecht wurde. Das ging schon vor Turnierbeginn mit der Absage des Ranglisten-Vierten Fabian Mayrhuber los, setzte sich mit dem verletzungsbedingten Ausstieg von Franz Korger nach dem ersten Vorrundenspiel fort, und mündete schließlich nach sieben mäßigen Turniertagen mit der Finalschmach vom 5. Dezember 2012.

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Als alle Masters-Partien noch einen Unparteiischen hatten

Immerhin: Die 23. Auflage des Masters hatte auch ein paar wenige Highlights zu bieten: So hatte – anders als in den letzten Jahren – jede Partie dieses prestigeträchtigen Turniers in der Person von Marko Bogdanov einen eigenen Schiedsrichter. Mit 32,8 Jahren avancierte die 2012-Ausgabe zum “ältesten” Saisonfinale der Geschichte, und mit Halbmond-Server Hüseyin Tüfekci als erstem türkischen Spieler beim Masters und Damian Romans Vorfahre als rumänischer Masters-Starter Rares Maftei, standen ertstmals in der Open Era zwei internationale Spieler im Feld der acht Saisonbesten. Und dieser Hüseyin Tüfekci sorgte gleich zum Auftakt gegen Titel-Mifavorit Mario Kiss mit einem knappen Dreisatzsieg für die erste Überraschung des Turniers. Dieser 7:5, 2:6, 7:5 Erfolg des besten türkischen HTT-Spielers der Geschichte, hievte den damals 35jährigen aus Izmir hinter Turnierfavorit Patrick Wiesmühler als erst vierten internationalen Spieler überhaupt ins Semifinale eines HTT-Saisonfinales. Für den negativen Höhepunkt in Gruppe B sorgten schließlich noch die Herren Mario Kiss und Christoph Kramer, die ein Antreten zum letzten und bedeutungslosen Gruppenspiel verweigerten.

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Renee Glatzl scheitert am Masters-Reglement

Einem anderen, der sogar 2:0 Siege in der Vorrunde feierte, und nur zu gern am Centercourt des UTC La Ville weiterhin aufgeschlagen hätte, wurde das Antreten im Semifinale hingegen verweigert. Renee Glatzl hatte am zweiten Vorrundentag den am Knie verletzten Franz Korger ersetzt, die Herren Mayrhuber und Maftei ohne Satzverlust entzaubert, ehe er Opfer des Masters-Reglements wurde, und mit 2:0 Siegen hinter Markus Kurzemann und dem am Jahresende auf Position Nr. 1 überwinternden Franz Mayrhuber mit jeweils 2:1 Siegen das Nachsehen hatte. Der beste Spieler dieser November-Tage 2012 also aus dem Turnier, damit war der Weg frei für Franz Mayrhuber und Patrick Wiesmühler, die im damals achtzigsten und letzten Saisonfinale 2012 eine grottenschlechte Vorstellung ablieferten, und den Vorhang des bis heute wohl enttäuschendsten Turniers der letzten 10 Jahre fallen ließen.

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von Claus Lippert

Sonntag
28.11.2021, 23:41 Uhr
zuletzt bearbeitet: 29.11.2021, 01:18 Uhr