Mats Moraing stößt zum italienischen Maskenball

Die Karawane ist weitergezogen und ein Gefühl von Tennis-Wanderzirkus kommt auf. Nach dem Re-Start der ATP-Challenger-Tour vergangene Woche im italienischen Todi sowie in der tschechischen Hauptstadt Prag, geht es in ein neues Turnier. Die meisten Spieler aus der umbrischen „Blase“ haben die knapp 600 Kilometer in Richtung Nordosten an die obere Adria überwunden, um an den mit 88.520 Euro dotierten Citta di Trieste teilzunehmen. 

von Florian Heer aus Triest
zuletzt bearbeitet: 25.08.2020, 08:35 Uhr

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© Florian Heer

Mats Moraing ist hingegen eine Art Quereinsteiger auf dem italienischen Sandplatz-Swing. Nicht, dass der 28 Jahre alte Deutsche noch nie ein Turnier am Stiefel gespielt hätte, doch hat Moraing sein Comeback nach der Corona-Zwangspause letzte Woche bei den I. CLTK Prague Open gegeben. Nach einem Auftakterfolg gegen Alexey Vatutin, war allerdings gegen Philipp Kohlschreiber Endstation. 

Neue Bedingungen stellen kein Problem dar

Die Umstellung auf windige Bedingungen am Tennis-Club Triestino, ruhig auf einem Hügel hoch über dem Golf von Triest gelegen, ist Moraing in seiner Erstrunden-Begegnung gegen den Argentinier Facundo Mena jedoch exzellent geglückt. Nach nur 59 Minuten verließ er mit 6-0, 6-1 als Sieger den Platz. Unterschiede zum Event in Prag, konnte die aktuelle Nummer 257 der ATP-Weltrangliste jedoch schon ausmachen.

„Die Zuschauer in Tschechien laufen alle ohne Maske herum“, verriet Moraing am Montag in Italien. „Dazu sind sie auch relativ nah an den Spielern dran, die wiederum alle ihren Mund-Nasenschutz tragen. In Tschechien herrscht keine Pflicht zum Tragen einer Maske, was verständlich ist, da es im Land weniger viele Fälle an Corona-Erkrankten gibt.“ 

Mund-Nasenbedeckung in Italien

Wie bereits bei der Veranstaltung in Todi, gilt auch in Triest für alle Offiziellen, Helfer, Besucher und Spieler auf dem gesamten mit vielen schattenspendenden Bäumen ausgestatteten Turniergelände der klare Hinweis zum Tragen einer Maske. Nur zu den Matches oder beim Training dürfen sich die Tenniscracks ihres Stück Stoff im Gesicht entledigen. 

„Das ist besser. Schließlich möchten wir uns alle schützen“, konstatiert Moraing, der sich auch an die regelmäßig stattfindenden Tests auf Covid-19 bereits gewöhnt hat. „Manche finden es unangenehm das Stäbchen in die Nase zu bekommen. Ich finde es hingegen nicht schlimm. Am Ende dient es einer guten Sache und nur so können die Turniere stattfinden. Nervig hin oder her. Es ist schlichtweg notwendig.“ 

Auch Yannick Hanfmann, Sieger des ATP-Challenger-Turniers in Todi, hatte bereits am vergangenen Sonntag hervorgehoben, dass nur mit der Einhaltung von strikten Hygiene-Protokollen eine Weiterführung von internationalen Tennis-Events während der Pandemie möglich sein wird. „Wir dürfen uns glücklich schätzen wieder auf dem Platz stehen zu können“, kommentierte Hanfmann während seines erfolgreichen Auftritts in der Provinz Perugia.

Ähnliche Töne schlug Moraing in Triest ein. „Ich bin einfach froh wieder Wettkampftennis bestreiten zu können.“ Mit dem argentinischen Qualifikanten Tomas Martin Etcheverry erwartet den Mann aus Nordrhein-Westfalen am Mittwoch schon seine nächste Aufgabe.

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von Florian Heer aus Triest

Dienstag
25.08.2020, 09:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 25.08.2020, 08:35 Uhr