Meddy und Roland Garros – wird das noch was?
Nach seiner Fünfsatz-Niederlage gegen den Australier Adam Walton musste Daniil Medvedev bei den French Open wieder einmal nach der Auftakt-Runde die Koffer packen. Ein Umstand, der den ehemaligen Weltranglistenersten bei seinem zehnten Antreten zum bereits siebten Mal ereilte.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
29.05.2026, 19:34 Uhr

Sein persönliches Jubiläum hatte sich Daniil Medvedev in Roland Garros ganz anders vorgestellt. Nach einem desaströsen Start in die Sandplatz-Saison mit der Doppel-Bagel-Niederlage gegen den Italiener Matteo Berrettini beim 1000er-Turnier in Monte-Carlo zeigte die Formkurve des Russen auf der roten Asche vor seinem zehnten Antreten in Paris eigentlich stetig nach oben.
Nachdem er sich beim Masters-Event in Madrid mit zwei Siegen bis ins Achtelfinale kämpfen konnte, schien der ehemalige Weltranglistenerste spätestens beim 1000er-Turnier in Rom endgültig auf dem roten Geläuf angekommen zu sein. Mit vier erfolgreichen Matches schaffte er den Einzug ins Halbfinale und lieferte dort dem momentan eh unbezwingbar wirkenden Jannik Sinner einen erbitterten Dreisatz-Fight.
Doch dass Sandplatz nicht gleich Sandplatz ist, wurde Medvedev in Roland Garros wieder einmal verdeutlicht. Zwar gibt es von der Höhenlage zwischen der italienischen und französischen Hauptstadt kaum einen Unterschied, dennoch spielen sich die Courts im Bois de Boulogne gerade auch wegen der aktuell vorherrschenden Hitze deutlich anders.
Und so nahm das Unheil in seinem diesjährigen Auftakt-Match gegen Adam Walton wieder einmal seinen Lauf. Schon von Beginn weg haderte der 30-jährige mit den Bedingungen auf dem Court und bekam trotz hilfreicher Anweisungen seiner Gattin Daria wieder einmal nicht die Kurve.
Mit seiner Niederlage gegen den Australier musste Medvedev bei seinem zehnten Antreten beim Sandplatz-Major in Paris seine siebte Auftakt-Pleite einstecken. Zu Buche stehen für den US-Open-Champion von 2021 gerade einmal eine Viertelfinal-Teilnahme 2021 und die Achtelfinals in den Jahren 2022 und 2024. Scheint also so, dass es zwischen Meddy und Roland Garros nicht mehr die ganz große Liebe wird.
Hier das Einzel-Tableau aus Roland Garros
