Medvedev nach Abfuhr ratlos: "Ich verstehe wirklich nicht, was passiert ist"

Nach dem vernichtenden 0:6, 0:6-Debakel gegen Matteo Berrettini in der zweiten Runde des ATP Masters 1000-Turniers in Monte Carlo ringt Daniil Medvedev nach Antworten.

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 08.04.2026, 23:39 Uhr

© Getty Images
Daniil Medvedev hat Grund zum grübeln.

Den 7. April 2026 wird Daniil Medvedev wohl nicht so schnell vergessen. Nach nur 49 Minuten Spielzeit musste der ehemalige Weltranglistenerste den Court Rainier III tatsächlich ohne einen einzigen Spielgewinn verlassen. Das 0:6, 0:6 gegen Matteo Berrettini war zweifellos die ernüchterndste Erfahrung, die der US Open-Sieger von 2021 je auf einem Tenniscourt machen musste.

Über die Gründe für diese Demütigung kann nur gerätselt werden. Medvedev selbst konnte sich die Abfuhr jedenfalls nicht wirklich erklären. „Wie jedes Jahr lief das Training auf Sandplatz nicht optimal, aber mit einem 0:6, 0:6 hatte ich auch nicht gerechnet. Ich verstehe wirklich nicht, was passiert ist", meinte der 30-Jährige im Anschluss an das Match gegenüber russischen Medien.

Es sei einfach überhaupt nichts gegangen, so der Russe, der zwischenzeitlich seinen Frust auch an seinem Schläger ausließ. "Ich konnte einfach nicht angreifen oder spielen, nicht einmal bei meinem Aufschlag, obwohl der im Training eigentlich ganz gut war. Wir wissen also nicht, was los war. Ich wusste nicht, was ich tun sollte; es war schwierig, weil grundsätzlich kann ich den Ball schon zweimal hintereinander ins Feld bringen", so Medvedev fast schon hämisch.

Seltenes Ereignis auf der ATP-Tour

Eine Analyse dieses Debakels will sich der 30-Jährige nicht antun. "Ich denke nicht, dass es nötig ist, so eine Niederlage überzuanalysieren; es ist ja nicht so, als hätte ich 3:6, 3:6 verloren und versucht zu verstehen, was ich hätte besser machen können. So ist es hier nicht“, meint Medvedev.

Ganz aus der (kollektiven) Erinnerung löschen wird der Weltranglisten-Zehnte den "Doppelbagel" jedoch auch nicht können: Medvedev ist nämlich erst der dritte Top 10-Spieler seit Einführung der ATP Tour im Jahr 1990, der eine 0:6, 0:6-Niederlage hinnehmen musste. Zuvor war dieses Schicksal nur Gaston Gaudio 2005 bei den ATP Finals (damals Masters Cup) (gegen Roger Federer) und Tomas Berdych 2016 in Rom (gegen David Goffin) widerfahren.

Vielleicht kann sich der Russe ja zumindest mit einer Gewissheit trösten: Ganz egal, was als nächstes kommt - es kann nur besser werden.

Hier das Einzel-Tableau in Monte Carlo
 

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