„Mental schwierig“ - Roger Federer mag keine Waldläufe

Roger Federer gilt als Tennisgenie, fit wie ein Turnschuh ist er dennoch. Obwohl es ihn nicht wirklich in den Kraftraum zieht - und schon gar nicht in den Wald.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 23.07.2020, 10:49 Uhr

Roger Federer
© Twitter
Roger Federer

Rafael Nadal und Novak Djokovic gelten gemeinhin als die Ausdauerwunder im aktuellen Profitennis, auch von Dominic Thiem und Alexander Zverev sieht man hin und wieder Videos vom Strand, beim beinharten Kondi-Training./

Von Roger Federer gibt‘s solche Einblicke selten. Was natürlich nicht heißt, dass der Schweizer sich nur auf sein goldenes Händchen verlässt. Im Gegenteil, Federer muss mit knapp 39 Jahren wohl sogar mehr tun als andere, um mit den Jüngeren mitzuhalten.

Federer: "Tennisspieler - und kein Fitnessmensch"

Ein wirklicher Fan der Fitnesswelt ist Federer aber nicht, wie er in einem Frage/Antwort-Spielchen im Rahmen einer Schuh-Präsentation gestand. „Es gibt mehr Dinge, die ich nicht mag“, so der 20-fache Major-Champ auf die Überlegung hin, was ihm beim Fitnesstraining gefalle und was nicht. „Letzten Endes bin ich ein Tennisspieler und kein Fitnessmensch.“ Aber er wisse, dass ihm „die körperliche Fitness helfe, um Tennis zu spielen.“ Man müsse nun mal Fitness machen, um auch nach vier oder fünf Stunden noch fit zu sein, um verletzungsfrei zu bleiben.

Waldläufe? "Dann muss ich ja den ganzen Weg zurück"

Das Laufband und Übungen für den Rücken möge er insbesondere nicht, führte Federer weiter aus; Letztere mache er dennoch, weil er Rückenprobleme gehabt habe. „Aber das sind die beiden Sachen, bei denen ich mental etwas strauchle, mich dafür zu motivieren.“ Was ihm wieder um gefalle, seien Agilitäts-Übungen, mit denen er Tennisübungen nachspiele, und Training mit Gewichten. Auch, weil er am Ende noch am selben Ort sei. „Wenn ich durch den Wald laufe, muss ich am Ende ja wieder den ganzen Weg zurück. Das ist mental schwierig für mich“, so Federer lachend.

Federers perfekter Tag: „Es ist simpel“

Es überrascht daher kaum, dass „Fitnesstraining“ in Federers perfektem Tag nicht vorkommt. Der bestehe laut eigener Aussage aus zwei Möglichkeiten: Wimbledon zu gewinnen – oder ein anderes wichtiges Match. Oder Zeit mit der Familie zu haben, ohne irgendwelche Pläne. „Morgens aufwachen und Kaffee trinken, Freunde treffen und meine Eltern oder die Familie – und am Ende des Tages einen schönen Sonnenuntergang haben. Es sind die einfachen Dinge.“

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von Florian Goosmann

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zuletzt bearbeitet: 23.07.2020, 10:49 Uhr

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