Milos Raonic: Vom Kollegium freundlich verabschiedet
Nach der Bekanntgabe seines Rücktritts hat Milos Raonic von den Kollegen viel Zuspruch erfahren.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
13.01.2026, 19:44 Uhr

Milos Raonic hat etwas geschafft, an dem seine Nachfolger (und auch Zeitgenossen) Félix Auger-Aliassime, Denis Shapovalov und auch der aufstrebende Gabriel Diallo noch arbeiten: nämlich der Einzug in ein Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. 2016 war’s, da besiegte Raonic im Halbfinale von Wimbledon Roger Federer. Um dann im großen Finale doch an Andy Murray zu scheitern.
So gesehen ist natürlich richtig, was Auger-Aliassime nach Bekanntwerden des endgültigen Rücktritts von Raonic in den sozialen Medien geschrieben hat: „Der größte Kanadier, der jemals gespielt hat. Danke für alles, was Du dem kanadischen Tennis gegeben hast. Und aus persönlicher Sicht: Danke , dass Du so ein großartiges Beispiel abgegeben hast. Und dass Du mein Mentor warst.“
Bianca Andreescu, US-Open-Siegerin von 2019, brachte es kürzer auf den Punkt: „Kanadische Legende.“
Auch Novak Djokovic meldete sich zu Wort. Der serbische Großmeister hatte ja immer die allergrößte Freude, wenn er Milos Raonic in den zwölf Duellen gegeneinander auf der anderen Seite des Netzes ausgemacht hatte. Denn dem nunmehrigen Tennisrentner gelang kein einziger Sieg gegen „Nole“. Der Raonic aber zu seiner grandiosen Karriere gratulierte.
Am Ende waren es acht Titel, die Milos Raonic auf der ATP-Tour sammeln konnte. Der letzte liegt allerdings auch schon eine Dekade zurück: den gab es 2016 in Brisbane.
