ATP Rom: Mit weniger Druck zum Durchbruch? Musetti sucht Ruhe in Rom
Lorenzo Musetti geht mit veränderten Erwartungen in das Heim-Masters in Rom. Nach einer wechselhaften Sandplatzsaison will der Italiener sich ohne Druck vor heimischem Publikum nach oben spielen.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
05.05.2026, 18:46 Uhr

Im Vorjahr galt Lorenzo Musetti als einer der möglichen Titelanwärter in Rom. Immerhin erreichte er dort das Halbfinale, wo er erst vom späteren Turniersieger Carlos Alcaraz gestoppt wurde. Zuvor hatte er bereits in Monte Carlo das Finale erreicht und in Madrid das Halbfinale gespielt. Kurzum: Es war eine fulminante Sandplatzsaison.
2026 präsentiert sich das Bild jedoch ein wenig anders: Musetti fehlt auf Sand bisher die Konstanz, um tiefer in die Turniere vorzudringen.
Ergebniskrise und realistische Erwartung
Die bisherigen Sandplatzresultate – unter anderem ein Achtelfinale in Madrid und ein Viertelfinale in Barcelona – zeigen ein solides, aber keineswegs dominantes Muster. Musetti selbst sieht darin einen Vorteil zum Vorjahr, als jeder Auftritt unter deutlich höherem Erwartungsdruck stand. Genau darin könnte seine Chance liegen, um in Rom wieder freier aufzuspielen.
Rom als emotionaler Verstärker
Ein zentrales Thema bleibt für ihn das Heim-Publikum. Musetti erinnert sich an entscheidende Momente seiner Karriere, in denen die italienischen Fans Matches kippen konnten – etwa beim ATP-Finals-Duell gegen Alex de Minaur in Turin. Die Unterstützung sei dort ein “wahrer Gamechanger” gewesen, so der Italiener. Gleichzeitig warnt er indirekt vor der emotionalen Überladung, die ein Heimturnier mit sich bringen könne. Die Energie der Fans könne Spieler nämlich schnell überrollen, wenn sie sie nicht kontrollieren.
Keine Ausreden erlaubt
Auch die äußeren Bedingungen hat Musetti im Blick. Rom sei im Vergleich zu Madrid aufgrund der Meereshöhe vertrauter und berechenbarer. Es gebe zwar kleine Unterschiede bei den Courts, entscheidend sei für ihn aber der mentale Zustand zu Turnierbeginn. “Wenn ich genug Vertrauen in mich habe, dass ich zuhause alles erreichen kann, dann ist für mich hier auch alles möglich”, gibt sich der Italiener zuversichtlich.
Voraussichtlich wird er am Freitag in das Turniergeschehen eingreifen und dort entweder auf einen Qualifikanten oder den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard stoßen.
Hier das Einzeltableau der Herren in Rom
