Monte-Carlo: Hat Stefanos Tsitsipas die Dämonen besiegt?

Stefanos Tsitsipas hat gegen Diego Schwartzman im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Monte-Carlo einen fast sicher scheinenden Sieg fast noch aus der Hand gegeben. Nicht zum ersten Mal.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 16.04.2022, 07:51 Uhr

Das hätte für Stefanos Tsitsipas auch übel ins Auge gehen können
© Getty Images
Das hätte für Stefanos Tsitsipas auch übel ins Auge gehen können

Die US-amerikanische Baseball-Ikone und Zitaten-Maschine Yogi Berra hätte bei Betrachtung des Spielverlaufs zwischen Stefanos Tsitsipas und Diego Schwartzman am frühen Freitagabend in Monte-Carlo wohl einen seiner Klassiker angebracht: „It´s deja-vu all over again.“ Denn wieder einmal schien es so, als würde Tsitsipas eine Partie, die er längst gewonnen hatte, doch noch herschenken. Präzendenzfälle dazu hat der Grieche einige geliefert.

Ihr wollt das Turnier in Monte Carlo live im TV oder Stream sehen - und anschließend auch die Turniere in Barcelona, Rom und Madrid? Dann holt Euch das Sky Ticket für einen Monat. Sky überträgt all diese Turniere und noch weitere ATP-Turniere.

So etwa bei den US Open 2020, wo Tsitsipas in der dritten Runde nicht in de Lage war, das Match gegen Borna Coric zu einem für ihn gütlichen Ende zu bringen. Chancen dazu hatte es zuhauf gegeben, auch Matchbälle. Noch frischer in Erinnerung das Aus gegen Hubert Hurkacz beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami im vergangenen Jahr, wo Tsitsipas eine Satz- und Break-Führung am Ende nicht geholfen hat. Wie auch gegen Frances Tiafoe im Herbst 2021 in Wien.

Tsitsipas führt in Bilanz gegen Zverev

Gegen Schwartzman lag ein ähnliches Debakel in der Luft, nach der 5:3-Führung im zweiten Satz lieferte Tsitsipas plötzlich einen spannenden Mix aus verunglückten Stoppversuchen und Rahmenbällen mit Vor- und Rückhand. Fein garniert mit Schmetterbällen, die Schwartzman mit großem Einsatz erreichen konnte. Oder die Tsitsipas selbst im Netz versenkte. Dass der Titelverteidiger seine Form im dritten Satz wieder fand, spricht allerdings nun wieder für Stefanos Tsitsipas. Einerseits. Mit dem 6:2, 6:7 (3) und 6:4 hat er sich schließlich die neuerliche Chance auf einen Triumph im Fürstentum offen gehalten. Den möglichen Vorteil, kräftesparender in das Halbfinale einzuziehen als sein heutiger Gegner Alexander Zverev (live bei Sky und in unserem Liveticker ab 15:30 Uhr) hat Tsitsipas aber aus der Hand gegeben.

Denn Zverev war mit Jannik Sinner mehr als drei Stunden lang beschäftigt. Und hat danach auch seinen Doppelauftritt mit Marcelo Melo wohlweislich abgesagt. Die Statistik in den Duellen der beiden ehemaligen ATP-Weltmeister spricht für Stefanos Tsitsipas: Der hat sechs der neun bisherigen Duelle gewonnen. Das letzte allerdings ging in Cincinnati 2021 an Zverev - gespielt wurde dort wie auch heute um den Einzug in ein ATP-Masters-1000-Finale.

Hier das Einzel-Tableau in Monte-Carlo

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Zverev Alexander
Tsitsipas Stefanos
Schwartzman Diego

Hot Meistgelesen

24.06.2022

Der "Tennisnerd" im Interview: Profischläger? "Wir Hobbyspieler brauchen Hilfe"

24.06.2022

Nikolay Davydenko: "Die jüngere Generation ist technisch nicht gut"

24.06.2022

Wimbledon 2022: Iga Swiatek und Serena Williams mit machbarer Auslosung, Angelique Kerber trifft auf Mladenovic

23.06.2022

ATP Mallorca: Aus für topgesetzten Daniil Medvedev

24.06.2022

Wimbledon 2022 - Auslosung: Novak Djokovic in Viertel mit Alcaraz, Oscar Otte trifft auf Gojowczyk

von Jens Huiber

Samstag
16.04.2022, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.04.2022, 07:51 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Zverev Alexander
Tsitsipas Stefanos
Schwartzman Diego