tennisnet.com Allgemeines

Mouratoglou kritisiert "verrückte Entscheidung" rund um Olympia 2028

Der Tennisbewerb bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles beginnt nur drei Tage nach dem Wimbledon-Finale. Star-Coach Patrick Mouratoglou hält diese Ansetzung für "verrückt".

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 10.08.2026, 09:11 Uhr

© Getty Images
Patrick Mouratoglou ist über die Ansetzung der Tennisbewerbe in Los Angeles 2028 entrüstet.

Es sind zwar noch zwei Jahre bis dahin, doch die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sorgen bereits jetzt für Gesprächsstoff. Wie vor kurzem bekannt wurde, ist der Beginn der Tennisbewerbe nur drei Tage nach dem Wimbledon-Finale der Herren anberaumt. Star-Coach Patrick Mouratoglou hat seinen Unmut über diese Ansetzung nun kundgetan.

„Als ich 2012 mit Serena [Williams] zu arbeiten begann und sie dann bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille im Einzel und Doppel gewann, lagen dazwischen zwei Wochen", meinte der Franzose. „Diesmal sind es drei Tage. Tennis bei den Olympischen Spielen 2028 beginnt drei Tage nach dem Wimbledon-Finale.“

“Das ist doch verrückt”

Vor allem für die Spitzenspieler könnte dies zu einem echten Problem werden, ist der 56-Jährige überzeugt. „Was ist mit Sinner, Alcaraz, Novak? Wenn sie im Wimbledon-Finale stehen, wie können sie dann ein Grand-Slam-Turnier spielen und drei Tage später in Los Angeles im Einzel und Doppel bei den Olympischen Spielen antreten?“, ist Mouratoglou entsetzt. „Wenn man ein Champion ist, braucht man eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Das gehört einfach dazu. Würden sie etwa sagen: ‚Okay, ich gebe Wimbledon auf, um bei den Olympischen Spielen zu spielen?‘ Niemand würde das tun.“

„Ich verstehe nicht, wie diese Leute auf die Idee kommen, so etwas zu tun, wo sie doch – wie sie es übrigens in früheren Ausgaben getan haben – die Tennisspiele in die zweite Woche verlegen und den Spielern Zeit zur Erholung geben könnten, den Kontinent wechseln, sich auf Hartplatz vorbereiten und an einem weiteren großen Turnier teilnehmen könnten. Das ist doch verrückt“, schloss Mouratoglou seine Tirade.

Der Traum vom “Golden Slam”

Zumindest für Carlos Alcaraz wird es in Los Angeles um den Karriere-"Golden Slam" gehen. Der Spanier würde seinen Triumphen bei allen vier Grand Slam-Turnieren wohl liebend gerne eine olympische Goldmedaille folgen lassen. Jannik Sinner fehlt neben der olympischen Goldmedaille noch der French Open-Titel. 

Im Einzel haben bisher nur fünf Spieler das "Golden Slam"-Kunststück vollbracht: Steffi Graf, Andre Agassi, Serena Williams, Rafael Nadal und Novak Djokovic. 

von Clemens Engert

Montag
10.08.2026, 13:57 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.08.2026, 09:11 Uhr