Nach Niederlage in Miami: Fonseca spricht über Unterschiede zwischen Alcaraz und Sinner
Joao Fonseca kam in den letzten Wochen zu dem seltenen "Vergnügen", bei zwei aufeinanderfolgenden Turnieren gegen die beiden Dominatoren der Branche anzutreten. Nachdem er in Indian Wells Jannik Sinner unterlegen war, setzte es in Miami eine Zweitrunden-Niederlage gegen Carlos Alcaraz. Im Anschluss verglich der Brasilianer die beiden Herausforderungen.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
21.03.2026, 12:23 Uhr

„Ich finde, Alcaraz hat ein breiteres Repertoire als Sinner. Sinner ist eher wie ein Roboter, der den Ball einfach nur wegballert und alles perfekt macht“, meinte Fonseca im Anschluss an die 4:6, 4:6-Niederlage gegen den Weltranglisten-Ersten aus Spanien. „Carlos hingegen kann alles. Er beherrscht Topspin, kann den Ball mit voller Wucht schlagen, er hat eine gute Bewegung. Er geht ans Netz. Er hat einfach alles. Es ist schwieriger, sein Spiel zu durchschauen. Er bringt deinen Rhythmus ständig durcheinander. (...) Das macht es so schwierig, gegen ihn zu spielen. Man muss fast ein perfektes Match abliefern.“
In Indian Wells hatte der 19-Jährige den späteren Turniersieger Jannik Sinner immerhin in zwei Tiebreaks gezwungen und am Ende knapp mit 6:7 (6) und 6:7 (4) das Nachsehen. Gegen Alcaraz gab es zwar eine etwas deutlichere Niederlage, der Brasilianer hielt jedoch abermals größtenteils gut mit. "Ich habe einfach die Chancen, die ich hatte, nicht genutzt", so Fonseca, der hinzufügte: "und natürlich hat er gut gespielt. Er ist die Nummer eins der Welt. Trotzdem muss ich über meine Fehler nachdenken und versuchen, mich zu verbessern.“
Alcaraz hatte nach dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Brasilianer ebenfalls lobende Worte parat. „Es wirkt, als könne er aus jeder Position einen Winner schlagen. Das ist beeindruckend“, sagte Alcaraz. „Das hat mich am meisten überrascht. Gleichzeitig wusste ich aber, was er kann. Großartige Schläge, enorme Kraft.“
Tennisfans dürfen wohl getrost davon ausgehen, dass das Duell in Miami nur das erste von vielen, hoffentlich denkwürdigen Duellen zwischen Alcaraz und Fonseca gewesen ist.
Bis eines Tages vielleicht aus den "Big 2" des Welttennis die "Big 3" werden, hat der junge Brasilianer jedoch noch einen weiten Weg vor sich.
Hier das Einzeltableau in Miami
