Nach Wimbledon-Klatsche: Anisimova bedankt sich für Zuspruch auf Social Media
Es geht offenbar auch anders. Nachdem zuletzt immer mehr Tennisprofis von toxischen Nachrichten berichtet hatten, mit denen sie auf Social Media konfrontiert wurden, hat sich Amanda Anisimova nun für den positiven Zuspruch nach ihrer schmerzhaften Wimbledon-Final-Niederlage bedankt.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
09.08.2025, 23:41 Uhr

Anisimova hatte im Endspiel gegen Iga Swiatek eine empfindliche 0:6, 0:6-Abfuhr kassiert und war danach sichtlich mitgenommen. Noch beim On Court-Interview brach sie in Tränen aus und entschuldigte sich quasi beim Publikum für ihre Leistung.
Obwohl sie die Niederlage selbst wohl trotzdem nicht so schnell vergessen wird, verriet Anisimova, dass ihr die unterstützenden Nachrichten, die sie seitdem in den sozialen Netzwerken erhielt, sehr geholfen haben. Sie sei richtiggehend überrascht, wie freundlich die Menschen waren, so die US-Amerikanerin.
"Die letzten Wochen waren sehr berührend"
"Es war etwas ganz Besonderes, so viele liebe Nachrichten zu bekommen. So viel Unterstützung, mit der ich nach meinem Auftritt nicht gerechnet hatte. Ich fühlte mich richtig schlecht, weil ich mir wünschte, ich hätte besser spielen oder stärker sein können, besonders in einem Grand-Slam-Finale. Ich hatte direkt danach definitiv ein schlechtes Gewissen", so die 23-Jährige.
Sie habe viel Kraft aus den Nachrichten schöpfen können, so Anisimova: "Zu sehen, was alle hinterher zu mir sagten, hat mir sehr geholfen, darüber hinwegzukommen. Es hat mich daran erinnert, wie weit ich gekommen bin und wie viel Mühe es mich nach diesen zwei Wochen gekostet hat, das Finale zu erreichen. Es kommt nicht oft vor, dass man in den sozialen Medien so viel positives Feedback bekommt. Ich hatte viele tolle Interaktionen. Alle, die auf mich zugekommen sind, waren so nett und haben mir nette Worte gesagt. Das habe ich sehr geschätzt. Die letzten Wochen waren sehr berührend.“
Schön zu sehen, dass - in Mitten aller toxischer Inhalte - auf Social Media mitunter auch Platz für Mitgefühl und gegenseitige Wertschätzung sein kann.
