Nadal nimmt Dampf aus früher Alcaraz-Niederlage in Miami
Nach den beiden enttäuschenden Niederlagen von Carlos Alcaraz beim Sunshine-Double in den USA richtet Tennislegende Rafael Nadal aufgrund der bereits in jungen Jahren erreichten Erfolge seines Landsmannes besänftigende Worte an die Allgemeinheit.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
26.03.2026, 11:12 Uhr

Als beinahe unbesiegbar galt Carlos Alcaraz in der laufenden Tennissaison, nachdem der Spanier sowohl in seinem ersten Turnier bei den Australian Open als auch beim nächsten Start in Qatar triumphieren konnte und bis zu seinem Halbfinaleinzug in Indian Wells insgesamt 16 Mal in Folge den Court als Sieger verlassen konnte.
Doch dann wendete sich das Blatt bei Carlitos schlagartig. Nach der Halbfinal-Niederlage in der kalifornischen Wüste gegen Daniil Medvedev patzte der Weltranglistenerste in Florida nach seinem Auftakt-Erfolg gegen den Brasilianer Joao Fonseca bereits im Sechzehntel-Finale gegen den US-Amerikaner Sebastian Korda.
Bisherige Erfolge überstrahlen die beiden Niederlagen
Obwohl die Tennisfans weltweit schon die Diskussion um eine große Formkrise eröffneten, springt ihm mit Rafael Nadal sein spanischer Landsmann zur Seite, der aus eigener Erfahrung solche Momente bestens einzuschätzen weiß. So kommentierte der 22-fache Grand-Slam-Champion in einem Interview in Madrid: „Wir machen uns wegen der zwei Niederlagen keine Sorgen, sie sind bedeutungslos. Er bringt dem spanischen Sport Erfolge, die vor 30 Jahren kaum vorstellbar gewesen wären.“
Mentale und körperliche Ermüdung als Begründung
Als Grund für die beiden Niederlagen führte Nadal mentale und körperliche Ermüdung an: „Jeder, egal wie erfolgreich er ist, hat das Recht, sich mal frustriert oder müde zu fühlen. Wahrscheinlich gefiel es ihm nicht, sich so zu sehen, aber das ist verständlich.“
Alcaraz muss hohem Anfangstempo in der Saison Tribut zollen
Gerade nach seinen Erfolgen zu Jahresbeginn sieht Nadal einen temporären Leistungseinbruch als nachvollziehbar an: „Mit dem Gewinn der Australian Open wurde er die Nummer 1 der Welt, und was passiert dann? Gewinnt man jetzt jedes Spiel in diesem Jahr? Natürlich nicht. Wir alle müssen Carlos zu seinen Leistungen gratulieren und ihm danken.“
Bei Landaluce ist noch Geduld gefragt
Bei seinem 20-jährigen Landsmann Martin Landaluce, der aktuell in Miami für Furore sorgt, mahnt der 39-jährige Nadal noch etwas Geduld an: „Er hat einen Schritt nach vorn gemacht. Ich finde, er hat einige spektakuläre Schläge. Aber er muss noch ein paar Kleinigkeiten verbessern, die den entscheidenden Unterschied ausmachen werden.“
