Nadal und Federer beliebter? - Djokovic: "Heißt nicht, dass ich gehasst werde"

Novak Djokovic hat sich gegenüber serbischen Medienvertretern zu seinem Verhältnis mit den Tennis-Zuschauern geäußert. Der Weltanglistenerste betonte, dass er sich von den Fans sehr wohl wertgeschätzt fühle, wenngleich seine beiden Dauerkonkurrenten Rafael Nadal und Roger Federer den Großteil der Zuseher auf ihrer Seite hätten.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 22.02.2020, 16:06 Uhr

Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer
© Getty Images
Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer

Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer - wohl noch nie zuvor beherrschte ein Trio den Tennissport so sehr wie diese drei Herren. Seit nunmehr 15 Jahren machen sie die großen Titel beinahe ausnahmslos unter sich aus, die vergangenen 13 Grand-Slam-Turniere gingen an einen dieser drei Ausnahmeathleten.

Einen großen Unterschied gibt es zwischen Djokovic, Nadal und Federer dann aber doch. Während dem Spanier und dem Schweizer die Herzen der Zuschauer nur so zufliegen, sind die Meinungen über den serbischen Weltranglistenersten deutlich zwiegespaltener.

Novak Djokovic widerspricht seinem Vater

Novaks Vater Srdjan meint den Grund dafür zu kennen. "Tennis ist ein Sport für reiche Menschen und diese können nicht akzeptieren, dass jemand aus dem armen und kleinen Serbien zum besten Tennisspieler der letzten zehn Jahre wurde", sagte der Papa des frischgebackenen Australian-Open-Siegers.

Sein Sohn will davon aber nichts wissen. "Ich mag die Haltung 'Serbien gegen die Welt' nicht", erklärte er gegenüber serbischen Medienvertretern. Zudem sei es Djokovic ein Anliegen, nicht noch zusätzliches "Öl ins Feuer" zu gießen - selbst, wenn ihn die Leute nicht lieben würden.

Dieses Gefühl habe der 17-fache Grand-Slam-Sieger aber ohnehin nicht. "Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich viel Unterstützung und Sympathie bekomme. Wenn ich gegen Federer oder Nadal spiele, unterstützt das Publikum zwar sie, aber das heißt nicht, dass ich gehasst werde und sich die serbischen Zuschauer gegen die gesamte Welt wenden sollen", so der 32-Jährige.

Djokovic will der Beste aller Zeiten werden

Zu viel Energie wolle Djokovic aber nicht in diese Geschichte stecken, denn ansonsten würde sie nur weiterwachsen. Vielmehr beschäftigen den Branchenprimus derzeit andere Dinge - wie etwa die bevorstehenden Grand-Slam-Turniere, bei denen der Serbe den Rekord von Roger Federer einstellen und in weiterer Folge auch pulverisieren will.

"Ich fühle mich inspiriert dazu, dass 2020 eine der besten Spielzeiten meines Lebens werden kann", so Djokovic. Der Anfang ist mit den Triumphen beim ATP Cup und bei den Australian Open bereits gemacht - fortgesetzt werden soll der Siegeszug des Weltranglistenersten in Dubai, wo er als großer Favorit auf den Titel gilt. Und ihm nach der Absage von Roger Federer das eine oder andere zusätzliche Zuseher-Herz zufliegen könnte.

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von Nikolaus Fink

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zuletzt bearbeitet: 22.02.2020, 16:06 Uhr

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